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„Verfügbarkeit unkritisch“ : Rekord-Verbrauch von Trinkwasser in Hessen

Wasser! In Hessen ist gerade ein Verbrauchsrekord gemessen worden Bild: dpa

Hitze macht durstig. Das zeigt sich nicht nur in Getränkemärkten, sondern auch in den Bilanzen der Wasserwerke. Sie weisen für Hessen einen neuen Spitzenwert aus. Zumal bei Hitze mehr geduscht wird als sonst.

          So viel Trinkwasser wie am vergangenen Mittwoch ist in diesem Sommer und auch im Rekordsommer 2018 noch nie in Hessen verbraucht worden. Wie der Wasserversorgungsverbund Hessenwasser mitteilt, wurden am 26.Juni insgesamt 426.000 Kubikmeter Trinkwasser an die mehr als 50 angeschlossenen Kommunen geliefert. Damit wurde der Höchstwert des vergangenen Sommers, der als einer der heißesten und trockensten aller Zeiten gilt, noch einmal um zwei Prozent überschritten.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am 6. August 2018 waren insgesamt 418.000 Kubikmeter Wasser verbraucht worden. Laut Hessenwasser fiel der Spitzenwert damals auf den ersten Schultag nach den Sommerferien. Dieses Jahr sei der Rekordverbrauch schon vor den Ferien zu Beginn des Sommers erreicht worden.

          Nicht am heißesten Tag des Jahres

          Üblicherweise verläuft der Trinkwasserbedarf parallel zu den Tagestemperaturen. Dass der Rekordwert nicht am vergangenen Sonntag erreicht wurde, am bisher heißesten Tag dieses Jahres im Rhein-Main-Gebiet, liegt nach Angaben des Versorgers an der Tatsache, dass Ferienbeginn war und am Wochenende, insbesondere in Frankfurt ohne seine 360.000 Pendler, deutlich weniger Wasser fließt. Im Laufe eines heißen Tages wird das meiste Wasser dann verbraucht, wenn alle heimkommen. Dann laufen die Duschen, der Garten wird bewässert und das Planschbecken für die Kinder befüllt.

          Für Hessenwasser sind solchen Spitzenwerte nach eigenen Angaben eine enorme Herausforderung. Denn die 126 Behälter, von denen aus Trinkwasser ins Verteilungsnetz und zu den Haushalten fließt, dürfen nicht leerlaufen. Die Verfügbarkeit von Grundwasser wird von Hessenwasser derzeit noch als unkritisch eingeschätzt.

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