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Rechenzentrum in Hanau : Digitalstadt mit Nebenwirkungen

Zustimmungsfähig: Das Rechenzentrum in Hanau-Großauheim Bild: Stadt Hanau

Hanau will mit der Ansiedlung eines großen Rechenzentrums zur Digitalstadt werden. Bei allem was dafür spricht, gibt es unter den Stadtverordneten dennoch auch kritische Töne.

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          Von der Industriestadt zur Digitalstadt will sich Hanau wandeln. Dazu beitragen soll die Ansiedlung eines großen Rechenzentrums. Bisher ist die Kommune geprägt von der produzierenden Industrie, zu der das Edelmetallunternehmen Heraeus ebenso gehört wie die Hochtechnologiebetriebe Evonik und Umicore, die zum Beispiel am umweltfreundlichen Wasserstoffantrieb für Autos arbeiten. Darauf will Hanau sich aber nicht ausruhen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) verweist auf Pläne für Rechenzentren in Nachbarorten. An diesem Wettbewerb müsse Hanau sich mit einem Standort beteiligen.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eine frühere Militärfläche, die Großauheim-Kaserne an der Depotstraße am südöstlichen Stadtrand, ist als Bauplatz für das Rechenzentrum vorgesehen. Eine Vorstellung von dessen Größe vermittelt nicht nur die Ausdehnung des Grundstücks von 20 Hektar. Dass es sich um ein Großprojekt handelt, lässt sich vor allem am künftigen Stromverbrauch ablesen. Prognostiziert wird, dass die Server 180 Megawatt benötigen werden – das ist doppelt so viel wie das ganze Stadtgebiet einschließlich der Industriebetriebe braucht. Mit dem Unternehmen P3 Hanau ist auch schon ein Investor gefunden.

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