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Umstrittenes Vorhaben : Rathauschefs von Mainz und Wiesbaden für die Citybahn

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Universitärer Halt: Die Citybahn Wiesbaden soll auch die JGU Mainz anfahren. Bild: Simulation CityBahn GmbH

Aus der Sicht des Wiesbadener Oberbürgermeisters ist die Citybahn „ein Projekt, das drei Nachbarn verbindet“. Deshalb spricht er sich wie sein Mainzer Amtskollege und der Rheingau-Landrat für das umstrittene Verkehrsprojekt aus.

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          Die politischen Spitzen der Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden sowie des Rheingau-Taunus-Kreises rühren gemeinsam die Werbetrommel für eine Citybahn. Die Verbindung zwischen Mainz, Wiesbaden und Bad Schwalbach im Taunus könne ein „Rückgrat“ für den gemeinsamen ÖPNV im Ballungsraum werden, sagte Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) am Mittwoch in der hessischen Landeshauptstadt. „Es ist ein Projekt, das drei Nachbarn verbindet.“

          Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) erklärte, die Citybahn könne einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten und dabei helfen, die Luftqualität zu verbessern. „Wir haben die einmalige Chance, ein städte- und länderübergreifendes Straßenbahnsystem zu schaffen und eine Modellregion für nachhaltige Mobilität in Deutschland zu werden“, erklärte er.

          Abstimmung am 1. November

          Die Citybahn könne 70.000 Bewohnerinnen und Bewohnern der Region um Taunusstein und Bad Schwalbach „ein komfortables Mobilitätsangebot zur Schule, zur Hochschule, zur Arbeit oder zum Einkaufen“ bieten, sagte der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Frank Kilian (parteilos).

          Einen sogenannten Plan B gibt es nicht. Die Wiesbadener sollen am 1. November in einem Bürgerentscheid darüber abstimmen, ob künftig eine Citybahn durch die Stadt rollen soll oder nicht. Es gibt Bürgerinitiativen sowohl für als auch gegen das Vorhaben. Mende kündigte an, die Bürger unter anderem bei einer Dialog-Veranstaltung am 5. September von den Vorteilen der Bahn überzeugen zu wollen.

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