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Randale in Darmstadt : Polizeianwärter hatte Messer dabei

Mit einem internen Codewort wollte der Polizeianwärter die Sicherheitssperren überwinden. Bild: dpa

Am Rande der Ausschreitungen in Darmstadt wird auch ein Polizeianwärter festgenommen. Bei ihm werden ein Messer sowie Pfefferspray sichergestellt. Und der angehende Polizist ließ sich noch mehr zu Schulden kommen.

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          Im Fall des Polizeianwärters, der bei den Krawallen im Darmstädter Herrngarten festgenommen wurde, werden immer mehr Details bekannt. Aus Sicherheitskreisen war zu hören, dass der 22 Jahre alte angehende Polizist in jener Nacht bewaffnet unterwegs war. Er soll ein Messer und Pfefferspray dabeigehabt haben. Zudem soll er ein Codewort benutzt haben, um sich und seine Freunde der Festnahme zu entziehen. Dieses Wort sei ursprünglich für sogenannte Akutlagen vorgesehen. Durch dessen Nennung habe er sich offenbar erhofft, durch die Absperrung zu gelangen, die gegen die mutmaßlichen Randalierer errichtet worden war. Die Beamten gingen jedoch nicht auf diesen Versuch ein und behielten den Anwärter in der Gruppe der Festgenommenen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Innenminister Peter Beuth (CDU) gerät unterdessen weiter unter Druck. Im Innenausschuss des Landtags wird er sich morgen ausführlich zu den Geschehnissen äußern müssen – auch zu der Frage, welche Rolle der Polizeianwärter gespielt hat. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Wolfgang Greilich, sagte gestern auf Anfrage, er erwarte, „dass der Minister genauer erklärt, was in Darmstadt passiert ist und wie es sein kann, dass jemand durch die Eingangsprüfung sickern konnte, der offenbar ein falsches Bild vom Rechtsstaat hat“.

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