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Neuer CDU-Bundesvorsitz : Helge Braun, der Kandidat ohne Truppen

Zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes im Juni dieses Jahres schenkte der Vorsitzende der hessischen CDU, Volker Bouffier (links), dem Spitzenkandidaten Helge Braun einen beweglichen Biergarten. Bild: Maximilian von Lachner

Mit seiner Bewerbung für das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden gibt Helge Braun seinen hessischen Parteifreunden Rätsel auf. Auch die Frage nach seinem Verhältnis zu Volker Bouffier lässt er offen.

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          Wenigstens in einem Punkt sind sich der scheidende Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier einig. Die Frage, wie sich ihr persönliches Verhältnis in den zurückliegenden Wochen entwickelt hat, lassen die beiden Unionspolitiker aus Gießen unbeantwortet. Dabei ist sie überaus spannend. Denn der eine bewirbt sich gerade um das Amt des Bundesvorsitzenden der CDU, und der andere könnte ihm in diesem Zusammenhang grundsätzlich eine wichtige Hilfe sein. Bouffier ist auf der nationalen Ebene stellvertretender Parteichef und außerdem Vorsitzender des Landesverbandes, dem Braun angehört. Doch offen ist sogar die Frage, ob die Kandidatur zwischen den beiden abgestimmt war.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Eine solche Abstimmung mag man für eine Selbstverständlichkeit halten. Doch führende Mitglieder des Landesverbandes rätseln, seit sie vor zwei Wochen aus den Medien von Brauns Kandidatur erfuhren. Und sie sind irritiert. Denn nur Stunden zuvor hatte Bouffier darüber in einer Sitzung der Landtagsfraktion kein Sterbenswörtchen verloren.

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