https://www.faz.net/-gzg-agvnb

Traditionsobst Quitten : Erst steinhart und sauer, später weich und köstlich

Altes Kulturobst: Sie sieht dem Apfel nicht unähnlich, manchmal wird sie auch für eine Birne gehalten. Aber wenn sie reif ist, dann gibt es keinen Zweifel: Keine duftet wie die Quitte. Bild: Corbis

Sie können Süßspeisen werden oder Saft, sie baden gerne in Wein, und sie schmecken sogar zum Fleisch: Quitten haben viele Qualitäten.

          3 Min.

          So zart die Quitte duftet – nach Zitronen und Blumen –, so zäh ist sie, will man ihr nahe kommen. Ohne Strategie geht gar nichts, ein richtig großes Messer braucht man auch. Wer in seinem Garten einen Quittenbaum hat, ist wahrscheinlich froh darum. Wer die gelben Früchte auf dem Markt sieht: unbedingt kaufen, egal ob es Apfel- oder Birnenquitten sind. Erstere sind für Gelees und Marmeladen besonders gut geeignet, weil sie besonders aromatisch sind; die meisten Quittenrezepte funktionieren aber mit beiden Sorten. Quitten, die jetzt und noch bis in den November hinein geerntet werden, sind bedeckt von einem weißlichen, festen Flaum. Man muss ihn mit einem Tuch abreiben, anschließend können die Früchte gewaschen und weiterverarbeitet werden; roh sind sie kein Genuss, die meisten sind zudem steinhart.

          Jacqueline Vogt
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Quittengelb: Das sagt jedem etwas, auch dem, der mit diesem Obst sonst wenig anfangen kann. Die Früchte, die ihre ursprüngliche Heimat im Kaukasus haben, in der Antike nach Europa verbreitet wurden und auf Mittelmeerinseln noch heute oft am Wegrand stehen, sind hierzulande längst von Apfel- und Birnbäumen verdrängt worden. Davon erzählen kann kaum jemand so kenntnisreich und unterhaltsam wie Marius Wittur, der einen Quittenhof hat, bei Volkach an der Mainschleife den Astheimer Quittenlehrpfad angelegt hat und das „Haus der Quitte“ betreibt, eine Mischung aus Laden und Bildungsstätte.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Mai hielt Jan Veil zum ersten Mal eine Rede bei einer Kundgebung.

          Beweggründe für den Protest : Wie ein Linker zu den „Querdenkern“ kam

          Jan Veil sieht sich als Linker, er kämpft für Volksentscheide und hat lange die Grünen gewählt. Seit Mai nimmt er regelmäßig an „Querdenken“-Demonstrationen teil und hält dort immer wieder Reden. Was hat ihn dazu bewogen?
          Neue Riege: Karl Lauterbach (SPD), designierter Bundesminister für Gesundheit, Svenja Schulze (SPD), designierte Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Wolfgang Schmidt (SPD), designierter Chef des Bundeskanzleramtes, Hubertus Heil (SPD), designierter Bundesminister für Arbeit und Soziales, Lars Klingbeil, Christine Lambrecht (SPD), designierte Bundesministerin der Verteidigung

          Scholz stellt SPD-Minister vor : Wer das Land regieren soll

          Olaf Scholz präsentiert die Liste der künftigen SPD-Minister. Viele Frauen und Männer aus der Partei hatten sich bemüht, manche sich geradezu penetrant beworben. Doch bis zur letzten Minute bleibt alles vertraulich.