https://www.faz.net/-gzg-adz25

Prozess um „Ikea-Leiche“ : Von Manipulation zu Misshandlung

Ein Straßengraben in Nieder-Eschbach: Im August 2016 sichern Polizeibeamte den Fundort der Leiche in der Nähe der Ikea-Filiale. Bild: Jan Eifert

Der Prozess um die in Frankfurt gefundene „Ikea-Leiche“ wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in der Wohngemeinschaft, in der das Opfer mit der mutmaßlichen Täterin zusammenlebte. Das Urteil wird am Freitag gesprochen.

          4 Min.

          Was die Zeugen über das Leben in der Wohnung am Frankfurter Ben-Gurion-Ring erzählen, hört sich nach einer Sekte an. Wer einmal eingezogen war, durfte nicht mehr über sich selbst und sein Leben bestimmen, hatte keinen Zugriff mehr auf sein Geld, musste machen, was die Wohnungsinhaberin Manuela U. sagte, wurde von ihr mit „Psychospielchen“ manipuliert.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          So schildert es der von ihr getrennt lebende Ehemann Carsten U. als Zeuge vor dem Landgericht Darmstadt. Vor der zweiten Großen Strafkammer muss Manuela U. sich seit April wegen Mordes an einer Frau verantworten, die bis zu ihrem Tod mit im Appartement in dem Wohnblock in Nieder-Eschbach lebte. Die Leiche von Gabriele L. wurde im Jahr 2016 nicht weit entfernt gefunden, in einem Straßengraben in der Nähe der Ikea-Filiale im Frankfurter Norden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Flutwarnung in Ahrweiler : Warum wurde nicht evakuiert?

          Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.
          Baerbock entschuldigte sich dafür, das N-Wort „reproduziert“ zu haben.

          Baerbock und das N-Wort : Moralische Panik

          Bei den Grünen meint man: Auch wer im Sinne des Anti-Rassismus spricht, verbreitet Rassismus weiter, wenn er Rassismus zitiert. Wer den Kontext aus der Sprache verbannen will, unterscheidet sich allerdings nicht von islamischen Fundamentalisten.