https://www.faz.net/-gzg-ae2ng

Proteste gegen Corona-Regeln : Gruppen trotz Verbots unterwegs

  • Aktualisiert am

„Querdenker“: Im März diesen Jahres waren mehrere tausend Teilnehmer bei einer Demo in Kassel. Bild: AFP

Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrieren am Samstag in Kassel, die Veranstaltung wurde im Vorfeld durch die Stadt verboten. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot präsent.

          1 Min.

          Trotz des Verbots einer Veranstaltung sind in Kassel am Samstag kleinere Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Kassel zusammengekommen. Laut Angaben der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen von Samstagmittag liegt deren Anzahl im unteren dreistelligen Bereich. Sie würden nach Möglichkeit kontrolliert und des Platzes verwiesen.

          Zwei Personen wurden den Angaben zufolge wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsverbot und des Platzverweises festgenommen. An einer erlaubten Gegenveranstaltung nahmen laut Polizei etwa 90 Menschen teil. Die Demonstration sei ruhig angelaufen.

          Im Vorfeld hatte die Stadt eine geplante Veranstaltung von Gegnern der Corona-Politik mit etwa 3000 angekündigten Teilnehmern verboten. Sowohl der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) als auch das Verwaltungsgericht in Kassel hatten das Verbot bestätigt. Sie begründeten ihre Entscheidungen vor allem mit den Erfahrungen vorheriger „Querdenker“-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel.

          Damals waren bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mehr als 20.000 Teilnehmer durch die Stadt gezogen. Erlaubt waren nur 6000. Viele von ihnen hatten sich nicht an die gerichtlich festgesetzten Auflagen wie die Maskenpflicht gehalten. Teilweise war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

          Die Polizei war bereits am Mittag mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Anzahl der eingesetzten Beamten liegt laut Polizeisprecher im unteren vierstelligen Bereich.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          In der Sommerfrische: Theodor W. Adorno in Bar Harbor, an der Ostküste Maines, August 1940

          Adornos „Minima Moralia“ : Der Sound des Nein

          Vor siebzig Jahren erschienen Theodor W. Adornos „Minima Moralia“, 173 Aphorismen über das Richtige im falschen Leben. Warum und wie man sie heute noch lesen sollte.
          Meron Mendel und Saba-Nur Cheema

          Muslimisch-jüdisches Abendbrot : Halbmond-Deko am Christbaum?

          Neuerdings sind wir Eltern. Mit einem muslimisch- israelisch-jüdisch-pakistanisch-hessischen Kind ist die Identitätskrise programmiert – und auch die Herausforderung für das Bürgeramt. Eine Kolumne.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.