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Präsenzklausuren an der Uni : Grübeln und Schwitzen mit Maske

Distanziert: Für Präsenzklausuren, wie hier im Sommer an der Goethe-Uni, gelten strenge Regeln. Bild: Maximilian von Lachner

Statt „Take-Home“-Prüfungen gilt Präsenz um jeden Preis: Trotz der Corona-Pandemie müssen viele Studenten ihre Klausuren auf dem Campus schreiben. Manchem macht das Angst.

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          Der Hals kratzt, die Nase läuft – und die Klausur steht bevor: eine Vorstellung, bei der gerade so manchem Hochschüler mulmig wird. Angesichts des nahen Semesterendes dürften etliche so denken wie die Studentin der Hochschule Rhein-Main, die in einer E-Mail an die F.A.Z. das Dilemma beschreibt: „Wenn wir am Morgen der Prüfung mit Erkältungssymptomen aufwachen: Fehlversuch, Semester wiederholen oder die Prüfung mitschreiben in der Hoffnung, dass es kein Corona ist und man nicht die Gesundheit anderer gefährdet?“

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          In einer Online-Petition fordern Kommilitonen der angehenden Medienmanagerin, jedem freizustellen, ob er eine Klausur zu Hause oder auf dem Campus schreibe. Ähnliche Forderungen sind auch andernorts laut geworden. Aron Fingerhut, Student der Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt, hat schriftlich an die Dozenten seines Fachs appelliert, angesichts der immer noch hohen Infektionszahlen auf Fernprüfungen umzustellen. Sollte es bei Klausuren zu Ansteckungen kommen, sei dies „der Hochschule anzurechnen“, meint der Einundzwanzigjährige, der überdies beklagt, dass bei den Entscheidungen über Prüfungsformate „uneinheitlich und leider auch inkonsequent“ vorgegangen werde.

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