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Polizei nimmt Beschmierer fest : Mit Sturmhaube und Farbe auf Abwegen

  • Aktualisiert am

Beschmiert: So etwas nennt sich juristisch Sachbeschädigung Bild: Felix Seuffert

Nachts im Ortsteil einer Kleinstadt auf der Straße herumlungern und sich irgendwie verdächtig machen, ist im Zweifel keine gute Idee. Dies hat ein junger Mann in Pfungstadt zu spüren bekommen.

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          Die wachen Augen der Nachbarschaft achten in diesen Tagen nicht alleine darauf, ob die Leute im Ort sich auch an das Corona-Kontaktverbot halten. Sei es tagsüber oder in der Nacht. Aufmerksame Zeitgenossen haben auch zu später Stunde allgemein ihr Umfeld im Blick und melden im Zweifelsfall ihnen verdächtig erscheinende Umtriebe. So wie in der Nacht zum Donnerstag in Pfungstadt-Hahn. Als Konsequenz muss ein junger Mann nun mit einem Verfahren wegen Sachbeschädigung rechnen.

          In Hahn waren einem Zeugen mehrere Männer aufgefallen, die sich „auf verdächtige Art und Weise in der Gernsheimer Straße zu schaffen machten“, wie es im Polizeibericht heißt, und dann in unterschiedliche Richtungen wegrannten. Eine dieser Personen fuhr zudem davon. Da griff der Zeuge zum Hörer und rief die Polizei an. Eine Streife konnte den fraglichen Wagen ausfindig machen und stoppen. Drinnen saß nach Polizeiangaben ein junger Griesheimer, dessen Bekleidung frische Farbspritzer aufwies.

          Die Kleckse passten zu den frischen Schmierereien, die die Polizisten an Stromkästen fanden. Gleich sechs an der Zahl waren zuvor bekleckst worden. Zudem fanden die Beamten eine Sturmhaube in dem Auto des jungen Mannes, den sie vorläufig festnahmen. „Die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Mittätern dauern derweil an“, heißt es weiter. Weshalb die Stromkästen beschmiert worden sind, steht dahin.

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