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Irrtümer um Verpackungsmüll : Darf die Tüte in den Sack?

  • -Aktualisiert am

Becher zum wegwerfen: Von derartigen Verpackungen lässt sich nur wenig recyclen. Bild: dpa

Bei der Entsorgung von Müll kursieren viele falsche Annahmen. In Mainz wird damit aufgeräumt. Doch warum landet der Kaffeebecher am Ende in der Müllverbrennung?

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          Eigentlich ist es ja ganz logisch. Für Altpapier gibt es eigene Tonnen, also gehört es nicht in den gelben Sack. Der ist für Verpackungsabfälle vorgesehen. Aber was, wenn das Müsli in eine Papiertüte mit einer dünnen Plastikfolie auf der Innenseite verpackt ist? „Kein Problem“, sagt Hermann Winkel, der Leiter des Entsorgungsbetriebs der Stadt Mainz, „die Tüte darf in den Sack. Genauso wie beispielsweise Tetrapaks, die aus Papier, Aluminium und Kunststoff bestehen.“ Derartige Verbundstoffe nämlich ließen sich in den Sortieranlagen problemlos voneinander lösen – ein kurzes Wasserbad genüge.

          Für welchen Müll der gelbe Sack gedacht ist und was mit den in Mainz eingesammelten Säcken passiert, zeigt eine Ausstellung im Umweltinformationszentrum, Dominikanerstraße 2. Sie greift das seit geraumer Zeit vieldiskutierte Thema des Plastikmülls in der Umwelt auf, durch den immer mehr Kunststoffpartikel in die Nahrungskette gelangen. Um Müllvermeidung geht es selbstverständlich, und auch die „Irrtümer rund um den gelben Sack“ werden auf einer Schautafel aufgeklärt. Zum Beispiel, dass nicht nur Produkte mit dem „grünen Punkt“ hineingehören, „sondern alles, was im Laden als Verpackung über die Theke geht“, erläutert Winkel. „Außer Glas und Papier.“ Andere, voluminöse Kunststoffabfälle wie Wäschekörbe, Regentonnen oder auch Kinderspielzeug nehmen inzwischen die Wertstoffhöfe in Hechtsheim und Budenheim an.

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