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Fünf Angeklagte gestehen : Plantage mit 1500 Cannabis-Pflanzen im Keller

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Der Stoff, aus dem so mancher Traum ist: Cannabis-Pflanze mit Blüten Bild: dpa

Polizisten rücken in ein Haus ein und finden eine Cannabis-Plantage mit 1500 Pflanzen. Das war im November in Kelkheim. Nun stehen fünf Männer deswegen vor Gericht. Und sie „singen“ schon am ersten Verhandlungstag.

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          Mit Geständnissen der fünf Angeklagten hat am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt ein Prozess um eine Cannabis-Großplantage im Keller einer Lagerhalle begonnen. Die Halle in Kelkheim im Main-Taunus-Kreis war im November vergangenen Jahres von der Polizei geräumt worden. Mehr als 1,2 Kilogramm getrocknetes Marihuana sowie knapp 1500 Cannabis-Pflanzen wurden beschlagnahmt.

          Daneben transportierten die Beamten auch noch Zubehör wie Anzuchtkästen, Strahler und Verpackungsmaterial ab. Die fünf aus Serbien stammenden Betreiber der Plantage kamen in Untersuchungshaft, wo sich auch heute noch drei Angeklagte befinden. Die Polizei war den mutmaßlichen Tätern über telefonische Überwachungsanlagen auf die Spur gekommen.

          Am ersten von sechs geplanten Verhandlungstagen ließen die Angeklagten den Vorwurf der Staatsanwaltschaft über ihre Verteidiger pauschal bestätigen. In die Einzelheiten zu Lebenslauf und Anklagevorwurf wolle man allerdings erst an den kommenden Prozesstagen gehen, hieß es. Die Vorwürfe - Herstellung und Handel von Betäubungsmitteln - stellen aus Sicht der Anklage ein Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr dar. Mit einem Urteil wird Mitte Juni gerechnet.

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