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Pharma & Chemie : 190 neue Stellen in der Schweiz statt in Darmstadt

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Merck baut Krebsmittel-Anlage bei Serono und nicht am Stammsitz Bild: picture-alliance/ dpa

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck wird seine Produktionsanlage für das Krebsmittel Erbitux entgegen früherer Planungen doch nicht in Darmstadt bauen. Die Hoffnung auf 190 neue Arbeitsplätze hat sich zerschlagen.

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          Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck wird seine Produktionsanlage für das Krebsmittel Erbitux entgegen früherer Planungen doch nicht in Darmstadt bauen. Die Anlage werde aus Effizienzgründen in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) angesiedelt, teilte Merck am Montag zum Start der neuen Schweizer Tochter Serono Merck SA mit.

          Merck hatte Ende August 2006 angekündigt, in die Anlage 190 Millionen Euro zu investieren. Dadurch sollten in Darmstadt etwa 190 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Investition war als die zweitgrößte nach dem Aufbau der Produktionsanlage für Flüssigkristalle für rund 250 Millionen Euro angekündigt worden. Nach der nun vollzogenen Übernahme von Serono bündelt Merck seinen biopharmazeutischen Geschäftsbereich nun aber am Standort Genf.

          Wirkstoff bisher zugeliefert

          Merck Serono hat einen Pro-forma Umsatz (2005) von rund 3,6 Milliarden Euro und weltweit rund 14.500 Mitarbeiter. Die Geschäftssparten Pharma und Chemie sind weiterhin am Stammsitz Darmstadt angesiedelt. Merck kündigte am Montag an, auch weiterhin in die Unternehmensbereiche zu investieren.

          In der Anlage soll vor allem das Krebsmedikament Erbitux in einem biotechnologischen Verfahren hergestellt werden. Bislang wird es von Boehringer Ingelheim und von Imclone Systems (New York) zugeliefert. Das 2003 eingeführte Medikament gegen Darm-, Kopf- und Halskrebs ist für Merck das umsatzstärkste Produkt im Pharmabereich. Im dritten Quartal 2006 wurden damit 87 Millionen Euro erlöst, 46 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

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