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Pegel leicht gesunken : Erste Scheitelwelle des Mains hat Frankfurt passiert

  • Aktualisiert am

Land unter: die Mainschleife bei Offenbach Bild: dapd

Die erste Scheitelwelle des Hochwassers am Main hat Frankfurt und andere Städte in Rhein-Main passiert. Die Pegel sinken, aber wohl nur vorerst. In Frankfurt waren zuletzt 100 Helfer damit beschäftigt, weitere 15.000 Sandsäcke zu befüllen.

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          Die erste Scheitelwelle des Hochwassers am Main hat Hessen passiert. Nachdem die Höchstmarke in der Nacht zum Freitag am Frankfurter Osthafen bei 4,79 Meter gelegen hatte, betrug sie am Freitagvormittag nur noch 4,72 Meter, wie die Frankfurter Feuerwehr berichtete. „Für die nächsten 24 Stunden wird zunächst ein leichter Rückgang der Wasserstände und somit eine Entschärfung der Hochwassersituation erwartet“, berichtete das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie am Vormittag.

          In Frankfurt umspülten die Fluten des Mains am Freitagmorgen weiter die Schutzbarriere vor dem Römerberg am Rathaus. Im Stadtgebiet waren rund 100 Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk damit beschäftigt, weitere 15.000 Sandsäcke zu befüllen. „Das waren vor allem Vorsichtsmaßnahmen, damit wir Säcke in Reserve haben“, sagte ein Sprecher. Besonders betroffen waren die Innenstadt am Eisernen Steg, die Stadtteile Oberrad, Griesheim, Nied, Höchst und Sindlingen.

          THW-Mitglieder beobachten am Hochwasserdamm in Frankfurts Innenstadt die vorbeiziehenden braunen Fluten

          In Hanau, wo die Kinzig in den Main fließt, berichtete die Feuerwehr am Morgen, dass der Pegelstand seit 20.00 Uhr um etwa zehn Zentimeter gefallen sei. „Die Tendenz ist zurückgehend zurzeit, aber es könnte sein, dass wir maximal noch einmal den Höchststand vom Donnerstag erreichen“, sagte ein Hanauer Feuerwehrsprecher.

          Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach für den Freitag nur noch leichte Niederschläge. Die Hochwassersituation bleibe aber nach wie vor angespannt, meldete ein Sprecher. Denn in der Nacht zum Samstag komme von Nordwesten her ein neues Regengebiet nach Hessen.

          Suche nach Mann in Steinach verschoben

          Gefährlich bleibt es überall, wo die Fluten rauschen, wie sich am Abend im südhessischen Neckarsteinach gezeigt hatte. Dort war ein 59 Jahre alter Mann in die Steinach gefallen und wurde von der Strömung mitgerissen. „Wir haben keine große Hoffnung mehr, ihn lebend zu finden“, sagte ein Polizeisprecher in Darmstadt am frühen Freitag. Vermutlich sei der Mann untergegangen und zum Neckar getrieben - in ihn mündet die Steinach bei Neckarsteinach. Die am Abend beendete Suche musste am Freitagmorgen zunächst verschoben werden. Der reißende Fluss sei für die Suchtrupps zu gefährlich, berichtete der Polizeisprecher weiter. „Da kann jetzt niemand hinein.“

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