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Pandemie in Hessen : Kreis Fulda weiterhin mit höchster Inzidenz

  • Aktualisiert am

Weiterhin mit den höchsten Fallzahlen: das hessische Fulda Bild: Victor Hedwig

Die Zahl der Neuinfektionen in Hessen sinkt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich 1093 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Im Kreis Fulda liegt die Inzidenz bei über 270.

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          In Hessen sind innerhalb eines Tages 1093 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit sinkt die Zahl der Neuinfektionen, vergangenen Samstag waren es noch 1128. Wie aus Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) von Samstag hervorgeht, liegt damit die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle bei 164.944. Und auch die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona sterben, ist rückläufig. Gab es vergangene Woche 64 Todesfälle, wurden zum Samstag 44 Corona-Tote verzeichnet. Insgesamt wurden 4362 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

          Die Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen in sieben Tagen je 100.000 Einwohnern lag landesweit zuletzt bei 115,4. Vor einer Woche hatte der Kennwert 136 betragen. In den Regionen wies den höchsten Wert laut den RKI-Angaben weiter der Kreis Fulda mit 275,2 auf, er ist der einzige Kreis mit einer Inzidenz von mehr als 200. Am besten steht der Rheingau-Taunus mit 67,3 da. (siehe Grafik zum Eskalationskonzept).

          Die Impftrupps kommen derweil weiter voran in den seit Dienstag geöffneten sechs regionalen Impfzentren (siehe Karte). Mehr als 100.000 Impfdosen sind mittlerweile verabreicht. Während Hessen bei der Impfquote bundesweit am Ende der Tabelle steht und nur Baden-Württemberg hinter sich weiß, liegt es bei den Zweitimpfungen weit vorne. Neue Termine wird das Land Anfang Februar vergeben, wie das Innenministerium abermals bestätigte. Es hat so viele Impftermine vergeben, wie Impfdosen vorliegen. Der Lieferengpass beim Biontech-Partner Pfizer wird in Hessen etwa zwölf Prozent der Impfdosen über vier Wochen ausmachen. Das Land erhofft einen Ausgleich über Lieferungen des Herstellers Moderna, die nach und nach eintreffen.

          Eine Untersuchung der Krankenkasse DAK ergab derweil: Die Vorgaben zum Kampf gegen die Corona-Pandemie, wie mobiles Arbeiten und Kontaktbeschränkungen, drängen erwartungsgemäß auch andere Infektionskrankheiten zurück. Grippe und Masern etwa treten demnach erheblich seltener auf als vor der Pandemie.

          Gut 100.000 Impfungen in Hessen

          Bis einschließlich Donnerstagabend haben 100.100 Personen in Hessen eine vorbeugende Spritze gegen Corona erhalten. Das waren gut 2500 mehr als am Vortag. 1,3 Prozent der Hessen sind nun geimpft. Das Bundesland ist aber mittlerweile zurückgefallen in der Rangliste zur Impfquote. Lag Hessen zu Beginn der Impfkampagne unter den westlichen Flächenländern vorne, ist es mittlerweile nicht nur von Schleswig-Holstein, Bayern, dem schlecht aus den Startlöchern gekommenen Rheinland-Pfalz und Niedersachsen überholt worden, auch von Nordrhein-Westfalen. Nur Baden-Württemberg liegt auf einer Stufe mit Hessen.

          Bundesweit an der Spitze liegt weiter Mecklenburg-Vorpommern (2,9) vor Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz mit jeweils 2,7. Der Bundesdurchschnitt beträgt 1,7 Prozent der Bevölkerung. Bei den Zweitimpfungen liegen nur Bayern und NRW vor Hessen.

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