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Sorge vor Ansteckung : Corona-Angst hemmt Krebsvorsorge

Fällt zurzeit oft aus: Die Vorsorgeuntersuchung zur Erkennung von Hautkrebs. Bild: dpa

Viele Termine zur Krebsvorsorge werden aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus verschoben. Eine Analyse der Krankenkasse DAK zeigt, dass etwa 18 Prozent weniger Hessen Untersuchungen zur Früherkennung beanspruchen.

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          Die Corona-Pandemie hat in Hessen zu einem deutlichen Rückgang der Krebsvorsorge-Untersuchungen geführt. Das geht aus einer Sonderanalyse der Krankenkasse DAK hervor, die dafür Abrechnungsdaten der Jahre 2019 und 2020 verglichen hat. Vor allem im Frühjahr, als zum ersten Mal der Lockdown ausgerufen wurde, haben Patienten das Angebot, sich einer Krebsfrüherkennungsuntersuchung zu unterziehen, seltener angenommen.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden im Frühjahr 46 Prozent weniger Mammografiescreenings gemacht, auch weil Zentren Termine wegen der Auflagen verschieben mussten. Die Zahl der Hautkrebs-Untersuchungen ist in den Monaten März bis Mai um 37 Prozent zurückgegangen. Da bei Krebserkrankungen eine frühe Diagnose einen erheblichen Einfluss auf die Heilungschancen hat, seien die Zahlen „besorgniserregend“, meint Sötkin Geitner, Leiterin der Landesvertretung Hessen der DAK-Gesundheit. „Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die frühzeitige Erkennung rettet Leben.“ Deshalb müsse auch in Pandemiezeiten für Screenings geworben werden.

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