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Pakete verkauft : Prozessbeginn gegen Kurierfahrer startet

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Prozessbeginn: Ein ehemaliger Kurierfahrer muss sich vor dem Amtsgericht in Aschaffenburg verantworten. (Symbol) Bild: dpa

Weil er mehr als 100 Pakete geöffnet haben soll, muss sich ein Kurierfahrer ab Montag vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, Waren im Wert von mehr als 90.000 Euro gestohlen zu haben.

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          Ein Kurierfahrer soll im Rhein-Main-Gebiet mindestens 100 Pakete geöffnet und Waren im Wert von mehr als 90.000 Euro gestohlen haben. Dafür muss sich der 35 Jahre alte Mann am Montag vor dem Amtsgericht Aschaffenburg verantworten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft verkaufte der Mann das Diebesgut - darunter Kleidung, Werkzeuge, Sportartikel, Haushaltswaren, Elektroartikel, Kosmetik und IT-Zubehör - im Internet. Mit seinen Machenschaften soll der in Mömlingen (Landkreis Miltenberg/Bayern) wohnende Verdächtige zwischen Anfang 2017 und Oktober 2019 mehr als 33.000 Euro verdient haben, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

          Die Anklage wirft ihm Diebstahl in 100 Fällen mit Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses sowie Betrug in 666 Fällen und versuchten Betrug in 101 Fällen vor. Der Mann sitzt seit dem 23. Oktober 2019 in Untersuchungshaft. Er arbeitete den Angaben nach für Speditionen und Kurierdienste in Maintal und Ober-Ramstadt in Hessen sowie in Goldbach (Bayern).

          Angeklagt ist auch die Freundin des 35 Jahre alten Mannes. Die 32 Jahre alte Frau soll von den Umtrieben ihres Partners seit Januar 2019 gewusst haben. So soll die Frau unter anderem dem 35 Jahre alten Mann ihren Account für eine Internetplattform überlassen haben, damit er dort das Diebesgut verkaufen kann - in 250 Fällen erfolgreich. Auch soll die Angeklagte die Artikel zur Post gebracht haben. Sie ist daher wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug in 250 Fällen und Beihilfe zum versuchten gewerbsmäßigen Betrug in 101 Fällen angeklagt. Für den Prozess hat das Gericht einen Verhandlungstag angesetzt.

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