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Neuer Wiesbadener Stadtteil : Ausnahme für das Ostfeld

  • -Aktualisiert am

Auf diesem Areal soll der neue Wiesbadener Stadtteil Ostfeld entstehen. Bild: Cornelia Sick

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden könnte einen neuen Stadtteil bekommen. Auf dem Ostfeld wäre Platz für Wohnungen für bis zu 12.000 Menschen. Ob Wiesbaden-Ostfeld jemals entsteht, hängt von der Bauleitplanung ab.

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          Der Bau des neuen Wiesbadener Stadtteils Ostfeld wird wahrscheinlicher. Aller Voraussicht nach stimmt die Regionalversammlung Südhessen der von der Landeshauptstadt beantragten Zielabweichung vom Regionalplan am Freitag unter Auflagen zu, wie Teilnehmer bestätigten. Zudem hat Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) am Donnerstag mitgeteilt, dass er das Zielabweichungsverfahren für möglich hält. Damit könne die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme „Wiesbaden-Ostfeld“ in Kraft treten, wenn die Regionalversammlung zustimme. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) äußerte sich vorsichtig optimistisch zu Al-Wazirs Mitteilung und sagte: „Das entspricht unserer Rechtsauffassung. Ich hoffe, dass das dazu beiträgt, dass die Zielabweichung beschlossen wird.“

          Räumliche Alternativen fehlen

          „Die Entwicklung des Ostfelds zu einem neuen Stadtteil widerspricht den Zielen des derzeit gültigen Regionalplans“, teilte das Wirtschaftsministerium als oberste Landesplanungsbehörde mit. Die Stadt habe in ihrem Antrag auf Zielabweichung aber nachvollziehbar darlegen können, dass räumliche Alternativen für eine städtebauliche Entwicklung zur Deckung des Wohnbedarfs fehlten. Als Gründe nannte das Ministerium, dass im Gegensatz zu früheren Annahmen keine relevanten militärischen Konversionsflächen zur Verfügung stünden und die Bevölkerung schneller gewachsen sei als prognostiziert. Für die Stadt ist das kein Freifahrtschein, denn ob das 450 Hektar große Areal zu einem neuen Stadtteil werden kann, hängt laut Al-Wazir von der Bauleitplanung ab. Der Minister kündigte an, dass diese überprüft werde. Konkret nannte er noch nicht beantwortete Fragen des Lärmschutzes, der Verkehrsanbindung, den sparsamen Umgang mit Grund und Boden, die Kaltluftgebiete und Frischluftschneisen sowie den Naturschutz.

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