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Online-Portal Merkurist : Wieder da, um zu bleiben

Will Merkurist in Mainz „wieder auf die Beine stellen“: Matthias Willenbacher, hier ein Foto vom Juni 2013 Bild: Michael Kretzer

Das Online-Portal Merkurist meldet sich zurück, zumindest in Mainz. Ein aus der Windkraftbranche bekannter Unternehmer unterstützt das Kernteam.

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          Mit der sicher nicht zum ersten Mal aufgeworfenen Frage, „ob die Winter in Mainz früher weißer gewesen sind“, dürfen sich seit Montag auch wieder die Mitarbeiter der im November eingestellten Online-Nachrichtenplattform Merkurist beschäftigen. Mit einem neuen Unterstützer, dem in der Stadt verwurzelten ehemaligen Juwi-Chef Matthias Willenbacher, und neuen Ideen hat sich das zwischenzeitlich beschäftigungslose Kernteam zurückgemeldet.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Das vertraute Merkurist-Modell, bei dem Leser der Redaktion mittels kleiner Textschnipsel Recherchevorschläge machen dürfen, die aufgegriffen werden, wenn es dafür per „O-ha!“-Button genügend Zustimmung von anderen Nutzern gibt, soll beibehalten werden. Auch eine Rückkehr nach Wiesbaden sei geplant, ließ das Startup-Unternehmen wissen, das im Februar eine Kampagne beginnen möchte, um weitere Partner und Finanziers zu finden.

          „Wieder auf die Beine stellen“

          Die bis Herbst unter anderem von der VRM GmbH (ehemals Verlagsgruppe Rhein-Main) unterstützte Lokalredaktion lebt außerdem davon, dass es sich bei einem Teil der veröffentlichten Beiträge um gesponserte, also werbliche Texte handelt. In Zukunft will man Themen wie Nachhaltigkeit und Energiewende auf den unter www.merkurist.de zu findenden Seiten mehr Platz geben, hieß es zum Restart.

          Und so war ein Artikel im Netz zu finden, bei dem es um die Forderung einer Bürgerinitiative geht, die Stadt möge den Klimanotstand ausrufen. Was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass Willenbacher mit der Mainzer Wiwin GmbH am Kapitalmarkt selbst für Investitionen in nachhaltige Projekte wie Windkraft- und Solaranlagen wirbt. „Die Medienlandschaft in Mainz und im Rhein-Main-Gebiet braucht Vielfalt“, so der Unternehmer: „Deshalb will ich mithelfen, Merkurist wieder auf die Beine zu stellen.“

          Die Reaktionen der Nutzer nach dem Aus im November hätten gezeigt, „dass in Mainz ohne das Online-Portal einfach was fehlt“. Nach der Zwangspause hoffe man für das seit 2015 laufende Medienprojekt auf eine breite Unterstützung durch die Community. Weil die Corona-Krise, von der wichtige Werbepartner aus Gastronomie und Kultur mit am stärksten betroffen seien, noch nicht vorbei sei – „und weil Lokaljournalismus Geld kostet“.

           

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