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Masterplan für die Stadt : Offenbacher Planwirtschaft

Der Umbau der Türme am Kaiserlei ist schon im Gange. Bild: Maximilian von Lachner

Arm, hässlich, gefährlich – mit diesem Image kämpft Offenbach seit Jahrzehnten. Mithilfe eines Masterplans soll sich das endlich ändern. Eine Radtour durch die Stadt zeigt, was bislang daraus geworden ist.

          8 Min.

          Beinahe wären sie am absoluten Tiefpunkt angelangt. Im Jahr 2015, so erzählt es Frank Achenbach, war die Stimmung in Wirtschaft und Politik in Offenbach so mies, „dass ernsthaft die Eingemeindung nach Frankfurt erwogen wurde“. Wer um das Verhältnis der beiden Nachbarstädte weiß, kann sich den Ernst der Lage gut vorstellen. Dass es doch nicht so weit kommen musste, liegt an einem Plan, den Achenbach aus seiner Fahrradtasche zieht. Der hochgewachsene Mann, der zugleich Geschäftsführer des Vereins „Offenbach offensiv“ und einer der Geschäftsführer der Offenbacher IHK ist, steht im Hafenviertel und will zuerst ein paar Dinge erklären, bevor er eine Radtour anführt. Es soll an die Orte gehen, an denen der Stadtumbau sichtbar wird, den sich Offenbach vor fünf Jahren mit eben jenem Masterplan vorgenommen hat und von dem schon so viel umgesetzt ist, dass die Stadt neues Selbstbewusstsein gewinnt.

          Inga Janović
          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie zur Bestätigung deutet Achenbach über den Fluss auf die große Nachbarin, die Stadt Frankfurt. „Im Römer haben sie auch viele Pläne und Konzepte, aber die haben in der praktischen Politik keine so große Relevanz. Wir haben einen Masterplan, und er lebt.“

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