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Weihnachtsmarkt : Offenbach verschärft Corona-Regeln

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Den Offenbacher Weihnachtsmarkt darf nur noch der besuchen, der geimpft oder genesen ist. Bild: Wonge Bergmann

Die Stadt Offenbach führt von Montag an die 2-G-Regel auf dem Weihnachtsmarkt ein - aufgrund der weiter steigenden Inzidenz. Werden weitere Märkte folgen?

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          Angesichts der angespannten Corona-Lage führt die Stadt Offenbach von Montag an die 2-G-Regel für Besucher von Weihnachtsmärkten ein. Wer keinen Nachweis über eine Impfung oder eine Genesung vorzeigen kann, erhält keinen Zugang. Eine Ausnahme gibt es der Stadt zufolge für Besucher, die noch nicht 18 Jahre alt sind und einen negativen Test vorweisen können, den sie beispielsweise zeitnah in der Schule abgelegt haben.

          Offenbach hatte zu den ersten hessischen Städten gehört, die vergangene Woche ihren Weihnachtsmarkt trotz steigender Zahl der Corona-Infektionen geöffnet hatten. In überdachten Bereichen und in Innenräumen galt bereits die 2-G-Regel. Auf dem gesamten Weihnachtsmarkt ist zudem eine medizinische Maske Pflicht.

          „Regeln wann immer möglich einheitlich handhaben“

          Dass die 2-G-Regel nun generell für den Besuch des Weihnachtsmarktes gilt, hatte der Offenbacher Verwaltungsstab am Sonntag entschieden. „Grundlage für die harten Zugangsregeln sind die aktuelle Situation und vor allem die Prognose für die kommenden Wochen“, wird Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Die Grünen) in der entsprechenden Mitteilung zitiert.

          Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) mahnte ein einheitliches Vorgehen an. So gebe es große Unterschiede in den verschiedenen Städten. „Ich finde es weiterhin sinnvoll, Regeln wann immer möglich einheitlich handzuhaben. Das macht es für die Menschen leichter, den Überblick zu behalten“, teilte der Rathauschef mit.

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          Einige Städte hatten bereits in der vergangenen Woche strengere Regelungen für ihre Weihnachtsmärkte erlassen. So eröffnet auch die Stadt Mainz ihren Markt mit 2-G. Andernorts wurde der Budenzauber ganz gestrichen. Frankfurt wird mehr und mehr zur Ausnahme, indem die Stadt an einem relativ lockeren Konzept festhält. Jeder darf kommen, muss aber Maske tragen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verkündete am Freitag vor einer Woche noch: „Der Weihnachtsmarkt wird für alle und ohne Maskenpflicht und Abstandsgebot da sein.“ Von Tag zu Tag wurde diese Ankündigung unwahrscheinlicher. Ob es im Verlauf der nächsten Woche, wenn der Markt dann eröffnet ist, weitere Einschränkungen geben wird, ist ungewiss.

          Hessische Sieben-Tage-Inzidenz bei 218,6

          Das Coronavirus breitet sich in Hessen weiter aus. Wie das hessische Sozialministerium am Samstag mitteilte, wurden in Hessen binnen 24 Stunden 2320 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - stieg von 214,6 am Vortag auf 218,6. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden 20 weitere Todesfälle registriert. Damit starben seit Beginn der Pandemie 8038 Menschen in Hessen an oder mit Covid-19. Insgesamt wurden bislang landesweit 389.276 Corona-Infektionen gemeldet. In drei Kommunen lag die Sieben-Tage-Inzidenz den Angaben zufolge bei einem Wert von mehr als 300. Am höchsten war der Wert im Landkreis Bergstraße mit 345,7, gefolgt von Frankfurt (323,6) und dem Odenwaldkreis (307,0).

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