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Offenbach : Kreis-Mitarbeiter soll Führerscheine verkauft haben

  • Aktualisiert am

Geld gegen Fahrerlaubnis: ein Mitarbeiter des Kreises Offenbach soll Führerscheine verkauft haben. Bild: dpa

Für Schmiergeld zwischen 250 und 3000 Euro soll ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung Offenbach jahrelang Führerscheine ausgestellt haben. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt.

          Ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung Offenbach soll jahrelang Führerscheine verkauft haben. Dies berichtete die „Frankfurter Rundschau“. Die Pressestelle des Kreises in Dietzenbach bestätigte die Recherchen am Freitag. Der Mitarbeiter sei wegen eines solchen Verdachts im vergangenen Jahr fristlos entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt nun wegen Bestechlichkeit und Falschbeurkundungen im Amt. Bis zu fünf Jahre Haft drohen dem Mann.

          Jeder einzelne Führerschein, den der Mitarbeiter ausgestellt habe, müsse nun nachgeprüft werden, berichtet ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen seien ins Rollen gekommen, „weil sich Leute damit gebrüstet haben, dass man in Offenbach Führerscheine kaufen kann“.

          Laut „Rundschau“ hat der Mann gegen ein Schmiergeld von 250 bis 3000 Euro mehr als drei Jahre lang Führerscheine aller Klassen verkauft. Bekannt seien bislang 15 Fälle. Die Käufer hätten vermutlich nach einem Führerscheinentzug den sogenannten „Idiotentest“ umgehen wollen. Zwei Männer sollen sogar mehrere Monate lang mit gekauften Papieren einen Schulbus

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