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Bundeswehr soll helfen : Höchste Corona-Stufe in Offenbach erreicht

Die Coronazahlen steigen weiter. Das strenge Einhalten der Abstands- und Hygienemaßnahmen wird weiter angemahnt. Bild: dpa

Die Zahl der festgestellten Corona-Neuinfektionen hat in Offenbach weiter zugelegt. Mit 80,6 neu Infizierten je 100.000 Einwohnern hat die Stadt die höchste Alarmstufe des Corona-Eskalation-Plans des Landes Hessen erreicht. Jetzt soll die Bundeswehr helfen. Auch im Landkreis Groß-Gerau drohen strengere Corona-Maßnahmen.

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          Der Verwaltungsstab der Stadt Offenbach hat am Sonntag  getagt. In Absprache mit dem hessischen Sozialministerium sei man zu dem Entschluss gekommen, es zunächst einmal bei den Vorschriften zu belassen, die gerade erst verschärft wurden, wie Sozialdezernentin Sabine Groß (Die Grünen) sagte. Höhere Werte melden bundesweit bisher nur Berlin, Herne sowie dem Landkreis Cloppenburg.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.
          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          In Offenbach dürfen seit Tagen nur noch maximal fünf Menschen zusammenfinden. Nur wenn es sich um Angehörige aus nicht mehr als zwei Haushalten handelt, darf diese Zahl überschritten werden. Eine Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr für Bars, Kneipen und Restaurants gilt auch wieder. Und es spricht viel dafür, dass in der ersten Woche nach den Herbstferien auch an den Grundschulen im Unterricht eine Maskenpflicht gilt. Das Land, das in der letzten Stufe des Eskalationsplans die Kommunen verstärkt zu überwachen hat, habe signalisiert, dass man die Offenbacher Strategie gutheiße, berichtete Groß weiter. Die Stadt habe die Hilfe der Bundeswehr angefordert. Sie soll bei den Corona-Tests helfen und bei der Recherche der Kontakte der Infizierten. Letzteres gestaltet sich laut Groß immer schwieriger, weil die Menschen wieder sehr viel stärker mit anderen in Kontakt kämen als zu Beginn der Pandemie. Eine Zunahme dieses riskanten Verhaltens wird auch aus anderen Kommunen berichtet.

          Auch in Frankfurt ist der Inzidenzwert mit 63,6 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner unverändert hoch. Das hat das Hessische Sozialministerium am Sonntag vermeldet. In der Bankenstadt gilt seit dem Wochenende eine Sperrstunde für Bars, Restaurants und Kneipen ab 23 Uhr, auf vielen öffentlichen Straßen gilt Maskenpflicht.  Auch der Landkreis Groß-Gerau hat am Wochenende mit einem Inzidenzwert von 51,1 die vierte Stufe des hessischen Eskalations-Modells erreicht. Der Landkreis reagierte unter anderem mit Kontakteinschränkungen.

          Weitere hessische Städte und Landkreise vermelden steigende Infektionszahlen. So wurde im Landkreis Offenbach am Sonntag ein Inzidenzwert von 41,9, im Main-Taunus-Kreis einer von 39,4 gemeldet. Beide Städte haben somit die dritte Stufe des Eskalations-Modells überschritten. Diese greift ab einem Inzidenzwert von 35 und  sieht unter anderem vor, dass strengere Maßnahmen verabschiedet werden können, um die Infektionszahlen zu senken. Außerdem soll die Zusammenarbeit der Städte und Landkreise mit dem Planungsstab COVID-19 des Sozialministeriums  intensiviert werden.

          Etwa 2000 Menschen haben sich nach Angaben des Sozialministeriums in Hessen binnen der vergangenen sieben Tage mit dem Corona-Virus infiziert, ein weiterer Todesfall, der in Verbindung mit der Infektion gebracht wird, wurde am Sonntag bestätigt. Somit steigt die Zahl der Corona-Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie in Hessen auf 560 an.

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