https://www.faz.net/-gzg-9d3u9

Verhandlungen am Mittwoch : Wo soll der Obelisk stehen?

  • Aktualisiert am

Standortfrage: Der Obelisk des Künstlers Olue Oguibe steht auf dem Königsplatz in Kassel. Bild: dpa

Wie der documenta-Künstler Olu Oguibe mitteilte, soll an diesem Mittwoch ein Treffen mit dem Kasseler Oberbürgermeister stattfinden. Der Standort des Kunstwerks ist weiterhin ungeklärt.

          Der documenta-Künstler Olu Oguibe verhandelt in Kassel über den Verbleib seines Kunstwerks Obelisk in der nordhessischen Stadt. Er werde am Mittwoch Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) treffen und sich seine Argumente anhören, sagte der nigerianisch-amerikanische Künstler am Dienstag in Kassel. Dort besuchte er ein öffentliches Treffen von Kunstschaffenden und Bürgern in der Innenstadt. Mehr als 100 Menschen demonstrierten dort mit einem Picknick für die Freiheit der Kunst und Kultur sowie für den Erhalt des Obelisken.

          Die Steinsäule, die sich mit dem Thema Flucht beschäftigt, ist ein umstrittenes Kunstwerk der vergangenen documenta. Die Stadt will es ankaufen. Die Verhandlungen ziehen sich aber seit Monaten hin und scheiterten zuletzt an der Standortfrage. Oguibe hatte lange Zeit betont, dass sein Kunstwerk auf dem Königsplatz in der Innenstadt bleiben soll. Doch die Stadt lehnt das ab und will das Kunstwerk vor das künftige documenta-Institut verlegen, das noch gar nicht gebaut ist.

          Keine Einigung erwartet

          Der Oberbürgermeister werde ihn herumführen und ihm die Stelle zeigen, wo der Obelisk hin soll, sagte Oguibe. Er rechne noch nicht mit einer Einigung am Mittwoch. Viele Unterstützer Oguibes in Kassel seien zudem weiter der Meinung, der Königsplatz sei der richtige Ort für das Kunstwerk, erklärte der Künstler.

          Bei einer Spendenaktion waren in Kassel 126.000 Euro für den Ankauf des Kunstwerks gesammelt worden. Obwohl ursprünglich 600.000 Euro Ziel gewesen waren, hatte Oguibe sich bereit erklärt, der Stadt das Kunstwerk zu überlassen - eine Einigung in der Standortfrage vorausgesetzt. Die Stadt Kassel wollte sich zu einem Treffen des Oberbürgermeisters mit Oguibe nicht äußern.

          Weitere Themen

          Offen, frei, flexibel

          Frankfurter Ausstellungshalle : Offen, frei, flexibel

          Die Frankfurter Ausstellungshalle in der Sachsenhäuser Schulstraße ist seit 20 Jahren ein Ort der Künstler. Auch derer, denen der Durchbruch versagt blieb.

          Ein Wahrzeichen kehrt zurück

          Wiederaufbau des Goetheturms : Ein Wahrzeichen kehrt zurück

          Vor rund zwei Jahren brannte der Frankfurter Goetheturm ab, was bei der Bevölkerung große Bestürzung auslöste. Nun hat der Magistrat der Stadt den Wiederaufbau beschlossen – für mehr als 2,4 Millionen Euro.

          Topmeldungen

          Es ist das erste Mal, dass Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel ausrichtet.

          G-7-Gipfel : Wer reden will, soll ruhig reden

          In Biarritz inszeniert Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel voller Überraschungen. Er überrumpelt Trump und lässt den iranischen Außenminister einfliegen. Ganz offensichtlich hat der französische Präsident aus seinem Anfängerfehler gelernt.
          Die Union hat in Dresden die Kohle im Blick

          Union und Kohleausstieg : „Es gilt das, was vereinbart ist: 2038“

          Die Verunsicherung unter den Bergleuten war groß, als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder jüngst einen Ausstieg aus der Kohle 2030 ins Spiel brachte. Annegret Kramp-Karrenbauer verspricht nun, am Kohle-Ausstiegstermin 2038 nicht mehr zu rütteln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.