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Trans-Europ-Express zurück : Zurück in die Zukunft

Ganz schön schnittig: ein TEE auf einer undatierten Aufnahme im Frankfurter Hauptbahnhof Bild: Picture-Alliance

In der Geschichte der Mobilität in Europa war der Trans-Europ-Express einst von großer Bedeutung. Nun soll er wieder auf die Schienen kommen. Dabei spielt Frankfurt eine große Rolle.

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          Der Trans-Europ-Express war einmal eine Verheißung. Die neuartigen Diesel-Triebzüge überwanden von 1957 an Grenzen, und auch von Frankfurt aus machten sich die schnittigen Züge auf den Weg nach Amsterdam und nach Tirol. In den achtziger Jahren starb diese Zuggattung nach und nach aus, doch die Erinnerung an die TEE ist nur verblasst, nicht verschwunden. Jetzt will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Geschichte fortschreiben, und wie einst wird Frankfurt dabei eine wichtige Rolle spielen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Der Trans-Europ-Express 2.0, wie der Minister sein neuestes Vorhaben nennt, soll wiederum die Länder Europas miteinander verbinden. Zu den TEE-Linien, die Scheuer für kurzfristig verwirklichbar hält, zählt eine von Amsterdam über Frankfurt nach Rom und eine weitere von Berlin über Frankfurt nach Barcelona. Von den drei Linien, die Deutschland durchqueren, würden damit zwei durch Frankfurt geführt, nur die Verbindung von Warschau nach Paris nimmt einen anderen Weg, über Hannover und Köln. München und Hamburg würden in einer zweiten Stufe in das TEE-Netz eingebunden.

          Ein europäisches Netz von Nachtzügen

          Erst später ist nach Darstellung des Bundesverkehrsministeriums auch damit zu rechnen, dass die in Frankfurt haltenden Züge beschleunigt werden, ausdrücklich wird in diesem Zusammenhang der Fernbahntunnel unter der Innenstadt der Mainmetropole genannt. Scheuer schlägt vor, dass für den Betrieb des neuen TEE-Netzes eine Betreibergesellschaft gegründet werden soll, an der sich die großen Konzerne wie die Deutsche Bahn oder die französische SNCF beteiligen könnten.

          Scheuer präsentierte zu Wochenbeginn außerdem Pläne für ein europäisches Netz von Nachtzügen, von dem die Frankfurter ebenfalls profitieren würden. Diese Züge sollen wiederum nach Barcelona, Amsterdam und Italien fahren, allerdings nach Genua und Venedig, nicht nach Rom. Die Verwirklichung sei grundsätzlich bis 2025 möglich, hieß es.

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