https://www.faz.net/-gzg-9d1zy

Nordhessen : Mindestens ein Todesopfer nach Gasexplosion in Wohnhaus

  • Aktualisiert am

Feuerwehrleute sind nach einer Gasexplosion an dem eingestürzten Wohnhaus im Einsatz. Bild: dpa

Ein Wohnhaus in einem kleinen Dorf bei Nordhessen stürzt komplett ein. Ein Mensch wird tot geborgen, einer noch vermisst. Trümmerhunde und ein Hubschrauber suchen nach dem Vermissten.

          1 Min.

          Mindestens ein Mensch ist bei einer Explosion in einem Wohnhaus im nordhessischen Knüllwald ums Leben gekommen. Dabei sei vermutlich die 74 Jahre alte Bewohnerin des Hauses gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Ihr 87 Jahre alter Ehemann werde noch vermisst. Die Polizei suchte mit Spürhunden nach dem Mann. Ein Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera suchte aus der Luft nach ihm. „Das Haus ist eingestürzt“, sagte der Polizeisprecher. Die Ursache für das Unglück vom Montag in dem Ortsteil Wallenstein war zunächst noch unklar.

          Ein zwölfjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft zog sich nach Angaben der Polizei wegen herumfliegender Glassplitter Verletzungen zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Explosion hatte sich am Montagnachmittag in Knüllwald-Wallenstein im Schwalm-Eder-Kreis ereignet. Das Haus wurde nach Angaben des Landrats Winfried Becker (SPD) mit Gas versorgt. Per Hand sollte das Gebäude abgetragen werden, bis der vermisste Mann gefunden sei, sagte der Landrat. Der Sachschaden wurde auf 150 000 Euro bis 200 000 Euro vermutet.

          Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot in dem Ortsteil Wallenstein. Die Feuerwehr war mit über 120 Leuten dort. In dem kleinen Dorf herrschte Ausnahmezustand. Der Ort war praktisch abgeriegelt. Die Suche nach dem vermissten Mann gestaltete sich schwierig: Die Einsatzkräfte konnten nach Angaben der Polizei zunächst nicht in das komplett eingestürzte Haus. Zwischenzeitlich war von mehreren Vermissten die Rede gewesen. Der Ort Wallenstein liegt südlich von Kassel in der Nähe von Homberg/Efze.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          F.A.Z.-Serie Schneller Schlau : Wird im Sommer das Wasser knapp?

          Eigentlich ist Deutschland ein wasserreiches Land. Doch Dürren bereiten jetzt schon Probleme – und die Lage wird schlimmer. An Bodendaten kann man ablesen, welche Regionen am meisten betroffen sind.
          Nicht alle zahlen hohe Steuern: Passanten gehen auf der Bahnhofstraße durch die Innenstadt von Hannover.

          IW-Studie : Wer trägt welche Steuerlast?

          Allen Steuertarifkorrekturen zum Trotz: Auf die unteren 70 Prozent entfallen 21 Prozent der Einkommensteuer – wie schon 1998. Damit zahlen 30 Prozent aller Haushalte in Deutschland fast 80 Prozent dieser Abgabe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.