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Baupläne für den Rathausplatz : Eschborner Neubauten kosten 90 Millionen Euro

Der Erweiterungsbau des Rathauses (rechts im Bild) wird die Stadthalle (links) überragen. Bild: Stadt Eschborn

Für die Neubauten von Rathaus, Stadthalle und Bücherei gibt es eine neue Kostenschätzung. Demnach muss die Stadt Eschborn 86,9 Millionen Euro investieren. Zehn Prozent Puffer sind einkalkuliert.

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          Das Ensemble von Stadthalle, Rathaus und Stadtbücherei in Eschborn wird nach der neuesten Schätzung an die 90 Millionen Euro teuer. Die Stadtverwaltung veranschlagt die Kosten für den Neubau von Stadthalle und Bücherei sowie die Sanierung und Erweiterung des Rathauses auf 86,9 Millionen Euro, wie in einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde. Dieser Betrag gilt, wenn nach dem Konzept des Augsburger Architekten Rainer Loehle gebaut wird, der im November als Sieger aus dem Wettbewerb der Stadt hervorgegangen war. Die Investitionen nach diesem Konzept machen der Verwaltung zufolge 79 Millionen Euro aus. In dem Schätzbetrag von 86,9 Millionen Euro ist ein Sicherheitsaufschlag von zehn Prozent für unvorhersehbare Ausgaben und weitere Preissteigerung enthalten.

          Jan Schiefenhövel
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die politische Entscheidung über das Vorhaben soll in der nächsten Woche fallen, wie Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU) sagte. Wenn am Donnerstag, 19. Mai, die Stadtverordneten ihren Beschluss fassen, mit diesem Konzept weiterzuarbeiten, könne der Architekt mit der Planung im Detail beauftragt werden. Mit dem endgültigen Beschluss über das Bauvorhaben, wenn die Entwurfsplanung vorliege, sei in gut einem Jahr zu rechnen.

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          Die Stadtverordneten hatten während der Planung vor einigen Jahren einen Höchstbetrag von 75 Millionen Euro festgelegt. Schon durch die Preissteigerung der vergangenen Jahre ist diese Summe nach Einschätzung der Stadtverwaltung allerdings überholt. Shaikh sagte, die Vorgabe aus der Vergangenheit sei nicht zu halten. Das Konzept des Augsburger Architekten entspreche den Wünschen aus Eschborn, so wie im Auslobungstext des Wettbewerbs formuliert.

          Erweiterungsbau mit fünf Stockwerken

          Im Vergleich zu früheren Entwürfen für das Ensemble von Stadthalle und Rathaus liege dieser Entwurf im Mittelfeld. Ursprünglich war geplant gewesen, für beide Gebäude Neubauten zu errichten. In einem Bürgerentscheid wurde entschieden, das Rathaus zu erhalten und zu sanieren und lediglich eine Stadthalle neu zu errichten.Der Siegerentwurf des Wettbewerbs sieht drei einzelne Baukörper für Rathaus, Stadthalle und Bücherei vor.

          Damit erhält der Rathausplatz eine andere Anmutung als bisher, da Rathaus und Stadthalle zusammenhängen. Höchster Baukörper wird der Erweiterungsbau für das Rathaus mit fünf Geschossen. Zwischen diesem Neubau und dem Altbau ist der Sitzungssaal für die Stadtverordneten vorgesehen. Den Baukörper für die Bücherei mit drei Geschossen hat der Architekt an die bisher unbebaute Ecke des Rathausplatzes an der Kreuzung von Kurt-Schumacher- und Unterortstraße platziert. Die neue zweigeschossige Stadthalle ist an der Ostseite des Platzes an der Straße Am Stadtpfad vorgesehen.

          So rahmen die Halle und die Bücherei den Platz an seinen Rändern ein. Der Architekt sagte, mit drei separaten Gebäuden werde ein einzelner Baukörper mit großem Volumen vermieden. Nach den Worten des Bürgermeisters kommt dieser Entwurf wegen der drei einzelnen Bauten bei Bürgerschaft und Stadtpolitik gut an. Shaikh hob hervor, die Energienutzung werde so nachhaltig wie möglich gestaltet, weil die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen müsse.

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