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Nahverkehr : Gesellschaft für Bau der Regionaltangente gegründet

  • -Aktualisiert am

Regionalbahn am Frankfurter Hauptbahnhof: Entlastung durch Regionaltangente West Bild: Wolfgang Eilmes

Eine neu gegründete Gesellschaft soll die Regionaltangente West (RTW) auf den Weg bringen. Sie soll eine direkte Nord-Süd-Verbindung zwischen Bad Homburg, dem Nordwestzentrum, den westlichen Stadtteilen Frankfurts, Eschborn, dem Flughafen, Neu-Isenburg und Dreieich schaffen.

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          Aus einer Idee wird Planung. Eine neu gegründete Gesellschaft soll die Planfeststellung und Finanzierung der Regionaltangente West (RTW) auf die Schiene bringen. Sie soll eine direkte Nord-Süd-Verbindung zwischen Bad Homburg, dem Nordwestzentrum, den westlichen Stadtteilen Frankfurts, Eschborn, dem Flughafen, Neu-Isenburg und Dreieich schaffen. Die „Regionaltangente West-Planungsgesellschaft“ wird von der Stadt Bad Homburg, der Stadt Frankfurt, dem Hochtaunuskreis, dem Main-Taunus-Kreis, dem Kreis Offenbach und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) getragen.

          Die Gesellschafter haben sich vorgenommen, innerhalb der nächsten drei Jahre die Voraussetzungen für den Bau der Tangente zu schaffen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2014 ins Auge gefasst, der erste Zug soll 2018 fahren. Die RTW-Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt, ihr Aufsichtsratsvorsitzender ist Frankfurts Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Die Grünen). Der Vorsitz der Gesellschafterversammlung wechselt jährlich zwischen dem RMV und der Stadt Frankfurt. RMV und Frankfurt halten je ein Drittel der Gesellschaftsanteile, den Rest teilen sich die übrigen Städte und Kreise. Bis zum Jahresende leitet RMV-Geschäftsführer Knut Ringat die Gesellschafterversammlung. Ihm folgt 2009 der Frankfurter Kämmerer Uwe Becker (CDU).

          25 Haltestellen

          Als Geschäftsführer wurden der Betriebswirt Rolf Valussi und der Wirtschaftsingenieur Peter Forst berufen. Forst leitet die S-Bahn-Planung beim RMV, Valussi ist Geschäftsführer der Gesellschaft für ein Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Region Frankfurt/Rhein-Main und Geschäftsbereichsleiter bei der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq. Die Abstimmungsprozesse zwischen den Gesellschaftern sind Sikorski zufolge schnell erfolgt, der Stadtrat bewertete dies als Beleg für die gute Zusammenarbeit der Region.

          Die geplante Tangentialverbindung eröffnet den Fahrgästen die Möglichkeit, das Umsteigen im Frankfurter Hauptbahnhof zu umgehen. Die Regionaltangente soll vorhandene Eisenbahn- und Stadtbahngleise nutzen. Ein für beide Stromsysteme konzipiertes Fahrzeug macht dies möglich. Auf diese Weise sollen größere Investitionen in neue Schienennetze vermieden werden. Weil die Tangente über schon vorhandene Umsteigestationen wie etwa den Bahnhof Höchst führen soll, ist ein gute Verknüpfung mit anderen Linien möglich. Insgesamt soll die Tangente 25 Haltestellen bekommen, dreizehn sind schon vorhanden, davon elf Bahn- und zwei Stadtbahn-Stationen.

          Kosten von 350 Millionen Euro

          Das Vorhaben ist förderungsfähig, eine bereits erstellte Nutzen-Kosten-Untersuchung ergab den Wert 1,14. Von einem Wert von 1 an dürfen Bund und Land Geld geben. Insgesamt rechnen die Planer mit Kosten von 350 Millionen Euro. Aufgabe der Planungsgesellschaft ist es, das Vorhaben im Detail auszuarbeiten und die Kosten genau zu beziffern.

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