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Nachtflugverbot : Kooperation zwischen Frankfurt und Hahn

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Kann der Streit um das Nachtflugverbot durch eine Kooperation mit dem Flughafen Hahn beigelegt werden? Bild: DDP

Mit einer Zusammenarbeit der Flughäfen Frankfurt und Hahn kann nach Ansicht der SPD das Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen verwirklicht werden. Teile des nächtlichen Frachtflugverkehrs ließen sich ohne Probleme von Rhein-Main zum Hunsrück-Flughafen Hahn verlagern.

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          Mit einer Zusammenarbeit der Flughäfen Frankfurt und Hahn kann nach Ansicht der SPD das Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen verwirklicht werden. Teile des nächtlichen Frachtflugverkehrs ließen sich ohne Probleme von Rhein-Main zum Hunsrück-Flughafen Hahn verlagern, sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) am Dienstag in Wiesbaden nach einem Treffen mit der hessischen SPD-Landtagsfraktion. Deren Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel kündigte eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft der beiden Landesverbände zu dem Thema an.
          Das Nachtflugverbot war als Voraussetzung für den Ausbau des Flughafens versprochen worden.

          Dennoch sieht der Planfeststellungsbeschluss - also die Baugenehmigung - 17 Frachtflüge in der Zeit von 23.00 bis 5.00 Uhr vor. Der hessische Verwaltungsgerichtshof hält die Zahl in einem Urteil für unvereinbar mit dem nächtlichen Lärmschutz. Hering betonte, Frachtflugzeuge könnten nachts auch den Hunsrück statt Frankfurt anfliegen. Die Bundesstraße 50 zum Flughafen Hahn werde bis zum Ausbau des Frankfurter Airports zudem durchgehend über vier Spuren verfügen. Schäfer-Gümbel forderte die hessische CDU/FDP- Landesregierung erneut auf, beim versprochenen Nachtflugverbot keinen Wortbruch zu begehen.

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