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Wohnen in Rhein-Main : Internet als Standortfaktor

Stetig steigende Preise: Auch in der Coronakrise geht der Quadratmeterpreis in Frankfurt in die Höhe. Bild: dpa

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist in der Corona-Pandemie weiter gestiegen. Wegen der Umstellung auf das Homeoffice gibt es immer mehr Bedarf für Wohnraum mit Arbeitszimmer.

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          Die Immobilienpreise sind in den Großstädten derart gestiegen, dass junge Familien ohne viel Eigenkapital kaum noch eine Chance haben, dort eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Heim zu erwerben. In Frankfurt wechseln Reihenhäuser für mehr als eine Dreiviertelmillion Euro den Besitzer, die mittleren Kaufpreise für Neubauwohnungen liegen zwischen 7000 und 8000 Euro pro Quadratmeter. „Viele junge Leute können sich diese hohen Kaufpreise nur durch Erbschaft leisten. Wer diesen Grundstock nicht hat, bleibt zwangsläufig Mieter“, sagt Frank Alexander, Sprecher des Immobilienverbands der Region Mitte.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch in der Pandemie sind die Preise nicht gesunken. Im Gegenteil: Die Nachfrage ist sogar gestiegen. „Der Wohnimmobilienmarkt ist gegen Corona absolut immun“, meint Alexander. Zunächst habe es eine kurze Schockstarre gegeben, als Besichtigungstermine entfielen. Dann aber habe sich die Nachfrage deutlich erhöht. „Man setzt sich mehr mit dem eigenen Nest auseinander“, meint der Makler. Auch das Thema Garten sei wieder „en vogue“. „Die Pool-Anbieter sind ausverkauft, die Baumärkte werden überrannt, und die Küchenstudios wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen.“ Zwar fallen durch die Krise auch Käufer aus: Banken bieten bei Kurzarbeit keine Finanzierung mehr. Aber es gibt immer noch genügend zahlungskräftige Kunden, und das Angebot ist überschaubar.

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