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Nach Verletzten in Volkmarsen : Umzüge in Hessen können wieder stattfinden

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Auch der traditionelle Frankfurter Umzug „Klaa Paris“ im Stadtteil Heddernheim soll stattfinden (Archivbild). Bild: dpa

Es könne aktuell keine Gefahrenlage erkannt werden, gab das hessische Innenministerium bekannt. Die Faschingsumzüge am Dienstag könnten nach dem Abbruch am Vortag deshalb wie geplant in Hessen stattfinden.

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          Nachdem Abbruch aller hessischen Fastnachtsumzüge am Montag in Folge des Zwischenfalls in Volkmarsen können für den Dienstag geplante Veranstaltungen stattfinden. Das hessische Innenministerium teilte am Dienstagvormittag mit, der Polizei lägen „keine konkreten Hinweise vor, dass Umzüge in Hessen am heutigen Tag gefährdet sind“. Das habe eine aktuelle Sicherheitsbewertung des Hessischen Landeskriminalamts ergeben.

          Am Montagmittag war in Volkmarsen ein Autofahrer in einen Rosenmontagsumzug gefahren. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Bisherigen Erkenntnissen zufolge handelte der mutmaßliche Täter vorsätzlich, sein Motiv ist jedoch noch unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Vorsichtshalber hatte die Polizei am Montag alle Umzüge in Hessen abgebrochen.

          Ein Sprecher des hessischen Innenministeriums sagte, die örtlichen Sicherheitskonzepte für den Schutz der Veranstaltungen würden zur Stunde zudem „individuell durch die zuständigen Behörden geprüft". Die Polizei werde das Schutzniveau „noch einmal erhöhen und eine deutlich stärkere Präsenz bei den Veranstaltungen zeigen". Ob die jeweiligen Faschingsumzüge stattfinden oder nicht, „wird durch die Entscheidungsträger vor Ort entschieden". Generell rät die Polizei den Bürgern, „achtsam zu sein und die jeweiligen Durchsagen der Veranstalter und Behörden zu beachten", sagte der Sprecher weiter. Die Sicherheitsbehörden informieren über die Sozialen Medien und die App hessenWARN.

          Nach derzeitigem Stand wird auch der traditionelle Frankfurter Umzug „Klaa Paris“ im Stadtteil Heddernheim stattfinden. Ein Polizeisprecher sagte, die Präsenz sei ohnehin schon „sehr hoch eingestuft“ worden. Man habe das Sicherheitskonzept nur geringfügig korrigieren müssen. Andere Kommunen und Vereine haben ihre Fastnachtsveranstaltungen dennoch abgesagt. Wie die Hessenschau berichtet, fallen etwa im Main-Kinzig-Kreis in Gelnhausen-Höchst, Brachttal-Hellstein und Mittel-Gründau geplante Veranstaltungen aus.

          Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt appelliert an die Veranstalter aller noch geplanten Faschingsumzüge, „ihre Sicherheitskonzepte nochmals zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen“. Gleichzeitig werde die polizeiliche Präsenz noch einmal geprüft „und lageangepasst erhöht“.

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