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Nach Chaos am Langener Waldsee : Kommunen wollen Falschparker an Badeseen kontrollieren

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Der Langener Waldsee ist seit Dienstag geschlossen. (Archivbild) Bild: Cornelia Sick

Mit schlechtem Beispiel voran: Das Chaos am Langener Waldsee sorgt dafür, dass Kommunen die Park-Kontrollen an Badeseen verschärfen. Nach einem tödlichen Unfall wird derweil ein Baggersee bei Groß-Rohrheim eingezäunt.

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          Nach dem Park-Chaos am Langener Waldsee wollen Kommunen in Hessen an ihren Badeseen verstärkt auf Falschparker achten. An der Grube Prinz von Hessen in Darmstadt oder dem Twistesee in Bad Arolsen will man am Wochenende wieder genau hinsehen. „Auch in Darmstadt spielt die Waldbrandgefahr eine Rolle. Hinzu kommt das zuweilen rücksichtslose Zuparken von Rettungs- und Radwegen“, sagte ein Sprecher der Stadt.

          Eine Schließung der Grube Prinz von Hessen sei derzeit nicht geplant. Zunächst solle es stärkere Kontrollen und Appelle geben. „Die Stadt beobachtet aber die Situation sehr genau.“

          Auch am Twistesee bei Bad Arolsen im Landkreis Waldeck-Frankenberg will man gegen Parksünder vorgehen. „Für das kommende Wochenende haben wir eine weitere Verstärkung der Kontrolltätigkeit der Sicherheitsbehörden vorgesehen.“ Das schließe insbesondere das konsequente Abschleppen von Fahrzeugen ein, die im Bereich von Rettungswegen abgestellt werden.

          In Langen war der See nach einem Park-Chaos am Wochenende am Dienstag geschlossen worden. Fahrzeuge standen auf der teils vierspurigen Bundesstraße 44 und wurden auf Waldwegen abgestellt – Rettungswege waren versperrt.

          Im Kreis Bergstraße wird derweil nach einem tödlichen Badeunfall in einem Baggersee bei Groß-Rohrheim das Areal eingezäunt. „Baden war da schon immer verboten“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Rainer Bersch, am Freitag auf Anfrage. Der See gehört zum Gelände einer Firma, die dort eine Kies-Betriebsstätte hat. Am Samstag war ein 17 Jahre alter Nichtschwimmer in dem See ertrunken, der sich bei der Sommerhitze abkühlen wollte. Die alarmierten Rettungskräfte konnten den jungen Mann nur noch tot bergen. Am vergangenen Wochenende kam es dort auch zu Parkverstößen, allerdings habe es eine Rettungsgasse gegeben, sagte Bersch. Die Betreiberfirma will schon an diesem Wochenende das Gelände mit einem Bauzaun abriegeln. Zunächst hatte der „Mannheimer Morgen“ berichtet.

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