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Auf 25 Jahre : Beuth will Speicherfristen von DNA-Spuren ausweiten

  • Aktualisiert am

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) Bild: dpa

Die Spur von Verdächtigen nicht löschen: Der hessische Innenminister Peter Beuth will die Speicherfristen für DNA-Daten verlängern. Anlass ist der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

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          Hessens Innenminister Peter Beuth fordert mit Blick auf die Ermittlungen zum Mordfall Lübcke längere Speicherfristen für DNA-Daten. Der Zeitraum sollte von bislang 10 auf 25 Jahre ausgeweitet werden, erklärte der CDU-Politiker am Montag in Wiesbaden und kündigte an, das Thema auf der Innenministerkonferenz diese Woche in Erfurt zur Sprache zu bringen.

          „Wie wichtig Speicherfristen sind, zeigt der feige Mord an unserem Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke“, erklärte Beuth. Nach der Tat hatte eine DNA-Spur zum mutmaßlichen Täter Stephan E. geführt. Die dafür nötige Referenz-DNA-Spur hätte allerdings laut Beuth nach der derzeitigen Gesetzeslage wenige Monate nach dem Mord vernichtet werden müssen. „Ohne diese Spur hätte die Tat womöglich nie aufgeklärt werden können“, betonte der Innenminister.

          Die Ausweitung der Speicherfrist von DNA-Spuren würde den Behörden längere Abgleichsmöglichkeiten einräumen. „Auf diese Weise kann die Arbeit der Ermittler auch viele Jahre nach einem Kriminalfall deutlich erleichtert und beschleunigt werden.“

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