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Modellregion Elektromobilität : Mit dem „Stromos“ lautlos unterwegs

  • -Aktualisiert am

Gute Fahrt: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer im Elektro-Kleinwagen „Stromos”. Bild: DDP

Minister Ramsauer (CSU) will Deutschland zum „Leitmarkt“ machen. Eine von acht Modellregionen für Elektromobilität ist das Rhein-Main-Gebiet, die Leitstelle sitzt in Offenbach.

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          Ein Motorengeräusch ist nicht zu hören, wenn er gestartet wird. Eine Strecke von 70 bis 100 Kilometern soll der „Stromos“, ein Elektrofahrzeug der Firma German E-Cars GmbH aus Grebenstein bei Kassel, mit einer Aufladung schaffen. Statt des Benzinmotors, der sich bei herkömmlichen Fahrzeugen des Typs Suzuki Splash unter der Motorhaube verbirgt, sind dort beim „Stromos“ 100 Akkuzellen zu finden, die sich nach Angaben von Markus Martiensen, bei German E-Cars zuständig für den Kundenservice, an jeder Steckdose in sechs bis acht Stunden vollständig aufladen lassen.

          Peter Ramsauer (CSU), Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, ließ es sich am Montag nicht nehmen, sich ans Steuer zu setzen und vom Gelände des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach aus eine kleine Tour mit dem lautlosen Elektrofahrzeug zu unternehmen. Ramsauer nahm an der Feierstunde zur Verabschiedung des bisherigen DWD-Präsidenten Wolfgang Kusch teil und stellte gleichzeitig dessen Nachfolger Gerhard Adrian vor.

          41.990 Euro kostet das leise Gleiten

          „Ich mag dieses lautlose Gleiten“, verriet Ramsauer nach dem Kurztrip mit dem „Stromos“, dessen technische Vorreiterrolle ihren Preis hat: 41.990 Euro sind für ihn anzulegen. In Sachen Elektromobilität sei man in Deutschland auf einem guten Weg, hob Ramsauer hervor. Ziel sei, Deutschland in diesem Punkt zum „Leitmarkt“ zu machen und eines Tages im Verkehrswesen völlig unabhängig vom Öl zu werden.

          Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert derzeit acht Modellregionen Elektromobilität; dort werden zahlreiche Projekte mit insgesamt neun Millionen Euro unterstützt. Eine dieser Regionen ist Rhein-Main; die Leitstelle Elektromobilität befindet sich bei der Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH (OVB), einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH). Das Projekt wurde im August 2009 gestartet; überall sind andere Erfahrungen zu sammeln. Die Modellregion Rhein-Main sei diejenige mit der intensivsten Pendlerdichte, hob Ramsauer hervor.

          Getestet wird die Elektromobilität unter Alltagsbedingungen. Dazu gehört der Einsatz von 65 Elektroautos. Eines von ihnen wird die Stadtwerke Offenbach Holding nach Angaben von Projektmanagerin Janine Mielzarek kaufen und künftig als Dienstfahrzeug nutzen. 570 Elektrofahrräder, sogenannte Pedelecs, zehn Nutzfahrzeuge – Elektrolinienbusse, Lieferfahrzeuge und Hybridmüllautos – und 140 Ladestationen sind ebenfalls dabei.

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