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Missbrauchsvorwurf gegen „Speckpater“ : Ein Denkmal wackelt

Ehrung: Kardinal Meisner enthüllt 2011 das Denkmal für die drei Königsteiner Kirchenmänner. Bild: Wolfgang Eilmes

Gegen den 2003 verstorbenen Königsteiner Ehrenbürger Werenfried van Straaten gibt es Anschuldigungen wegen eines „schweren sexuellen Übergriffs“. Der Fall des Paters soll nun von der Stadtarchivarin aufgearbeitet werden.

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          Die Königsteiner haben ihm ein Denkmal gesetzt. Mehr als Lebensgroß stehen die drei „Königsteiner Kirchenväter“ gemeinsam auf dem Sockel: Der noch 1947 an Erschöpfung gestorbene Vertriebenenbischof Maximilian Kaller, sein Nachfolger Weihbischof Adolf Kindermann und Pater Werenfried van Straaten, nach dem auch der Platz inmitten der einstigen „Königsteiner Anstalten“ benannt ist.

          Bernhard Biener
          (bie.), Rhein-Main-Zeitung

          Denn von den dreien ist er als „Speckpater“ weit über die engeren katholischen Kreise hinaus bekannt geworden. Die Bezeichnung hat er von den Lebensmittelspenden, die der 1913 bei Amsterdam geborene „Kämpfer für den Frieden“, wie sein Ordensname Werenfried übersetzt heißt, bei den flämischen Bauern für deutsche Vertriebene gesammelt hat. Nur zwei Jahre, nachdem dort die deutschen Besatzer abgezogen waren.

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