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Wiesbaden erweitert Wegenetz : Mehr Spuren für Radler

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Vorwärts: Wiesbaden schafft mehr Radwege wie diesen hier auf der Taunusstraße Bild: Frank Röth

Die Luft in Wiesbaden muss sauberer werden. Auch zu diesem Zweck schafft die Stadt mehr Radwege. Die Oberen haben auch schon eine Idee, wie sie mit wegfallenden Parkplätzen umgehen wollen.

          Mit mehreren Beschlüssen hat der Magistrat den weiteren Ausbau des Wiesbadener Radwegenetzes vorbereitet. Damit ist der Weg frei für zwei im Rad-Grundnetz 2020 vorgesehene Verbindungen auf der Emser Straße und auf der Biebricher Straße. Laut Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) wurden dabei auch Anregungen der Ortsbeiräte berücksichtigt.

          Auf der Emser Straße, die nach der Ausweisung einer Fußgängerzone in der Wellritzstraße mehr Verkehr aufnehmen müsse, sei es notwendig, dass Radler einen eigenen Radstreifen erhalten, um sicherer durch die Stadt zu kommen. Auf der Biebricher Straße werde auch im Hinblick auf die Radtouristik am Rhein eine Lücke zwischen Biebrich und Kastel geschlossen.

          Ziel: Genügend Abstellplätze

          Der Magistrat hat zudem beschlossen, 120 neue Fahrradabstellplätze im Ortsbezirk Rheingauviertel/Hollerborn zu errichten. Die 60 Metallbügel für je zwei Abstellplätze werden dezentral auf den gesamten Stadtteil verteilt. Schließlich werden mehrere Einbahnstraßen im Bierstadter Ortskern für den Radverkehr in der Gegenrichtung freigegeben.

          Nach Kowols Wahrnehmung sind auch in Wiesbaden immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs. Sichere Radwege und genügend Abstellplätze seien daher eine vordringliche Aufgabe der Stadt, die in diesem Jahr erstmals 2,9 Millionen Euro für die Förderung des Radverkehrs bereitgestellt habe.

          Ersatz für wegfallende Parkplätze

          Kowol verweist auch auf eine Umfrage des Hessischen Rundfunks, wonach sich 73 Prozent der Befragten für den Ausbau von Radwegen aussprechen. Der Stadtverordnete und Oberbürgermeisterkandidat Eberhard Seidensticker nimmt die Umfrage zum Anlass für die Forderung, Wiesbaden müsse noch größere Anstrengungen unternehmen, um fahrradgerechter zu werden. Er schlägt dafür beispielhaft die Sonnenberger Straße vor. Auf beiden Seiten von der Wilhelmstraße bis zur Josef-Lauff-Straße einen Radweg auszuweisen, das würde die Innenstadt für Radler besser und sicherer erreichbar machen.

          Für wegfallende Autostellplätze müsse aber Ersatz geschaffen werden. Seidensticker wünscht sich auch eine schnelle Realisierung der geplanten Rad- und Busspur am Ersten Ring von der Ringkirche bis zur Schiersteiner Straße. Ein positiver Nebeneffekt könne sein, dass dort dann Autofahrern nächtliches Parken ermöglicht werden könnte.

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