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Medien : Drastischer Stellenabbau beim „Darmstädter Echo“

Sparplan: Die Darmstädter Mediengruppe „Echo“ streicht jede zweite Stelle, das Gebäude wird verkauft. Bild: dpa

Es ist ein weiterer Schlag für die Zeitungsbranche: Die Darmstädter Echo-Mediengruppe streicht mehr als die Hälfte ihrer Stellen.

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          Die Mediengruppe „Darmstädter Echo“ baut mehr als die Hälfte ihrer Arbeitsplätze ab. Es bleiben 140 Stellen erhalten, wie der Verlag am Montagabend mitteilte. Derzeit habe die Gruppe noch 400 Mitarbeiter, einige von ihnen in Teilzeit, so dass sich rechnerisch 300 Vollzeitstellen ergäben. Vom Abbau seien die Redaktionen weniger stark betroffen als die Verlagsabteilungen, sagte ein Sprecher. Als Grund für den drastischen Stellenabbau werden sinkende Umsätze genannt. Es seien ein Sozialplan und ein Interessenausgleich ausgehandelt worden, um Entlassungen „gerecht“ zu gestalten.

          Jan Schiefenhövel
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) Hessen ist vorgesehen, mehrere Außenredaktionen zusammenzulegen. Der „Mantel“ der Zeitung, der Teil mit den überregionalen Nachrichten, solle künftig von einem anderen Verlag bezogen werden. Zudem sei geplant, den Standort an der Holzhofallee in Darmstadt aufzugeben und das Gebäude im Jahr 2016 zu verkaufen.

          Der hessische DJV-Vorsitzende Hans Heuser sprach von „einer verlegerischen Kapitulation“. Der Stellenabbau werde eine „Verarmung der Medienlandschaft“ zur Folge haben, das journalistische Niveau und die Vielfalt der Berichterstattung in Südhessen hätten darunter zu leiden. Das seit rund 70 Jahren bestehende Unternehmen gibt neben dem „Darmstädter Echo“ mehrere Lokalausgaben für Landkreise in Südhessen heraus und erreicht damit nach eigenen Angaben täglich 290.000 Leser.

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