https://www.faz.net/-gzg-sjx4

Medien : Digitales Antennen-Fernsehen für fast alle Hessen gestartet

  • Aktualisiert am

Aus Hessisch Lichtenau ist beim Hessentag das digitale Antennen-Fernsehen (DVB-T) für fast alle Menschen im Bundesland gestartet worden. Allerdings schaut nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über Antenne in die Röhre.

          Aus Hessisch Lichtenau ist am Montag das digitale Antennen-Fernsehen (DVB-T) für fast alle Menschen im Bundesland gestartet worden. Beim symbolischen Knopfdruck für das Angebot im Norden und in der Mitte des Landes waren in der Hessentagsgemeinde unter anderem Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und der Intendant des Hessischen Rundfunks (hr), Helmut Reitze, dabei.

          Für den Empfang des im Rhein-Main-Gebiet schon länger ausgestrahlten Digital-Signals ist ein Zusatzgerät notwendig. Es ersetzt das bisherige analoge Signal und soll eine wesentlich bessere Bildqualität bringen. Für Besitzer einer Satelliten-Schüssel oder eines Kabelanschlusses ändert sich nichts.

          Besseres Angebot als im Bundesdurchschnitt

          Das neue Angebot soll für über 90 Prozent der Hessen bereit stehen. „Hessen wird zugleich das erste Land der Bundesrepublik Deutschland sein, das nahezu landesweit über eine umfängliche DVB-T- Versorgung verfügt“, erklärte Ministerpräsident Koch. Bundesweit liegt der Versorgungsgrad bei etwa 70 Prozent. Allerdings schaut nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über Antenne in die Röhre. Nach Angaben des DVB-T-Projektbüros sind bislang bundesweit rund fünf Millionen Decoder verkauft worden. Mit Hilfe der neuen Technik können aber auch Computer und Handys schnell zu kleinen Fernsehern aufgerüstet werden.

          Anders als im Rhein-Main-Gebiet sind in den anderen Landesteilen nur zehn öffentlich-rechtliche Programme empfangbar, da sich die privaten Sender aus Kostengründen außerhalb des Ballungsraums nicht beteiligen wollten. Je nach Landesteil werden unterschiedliche dritte Programme aus der direkten Nachbarschaft eingespeist. In Südniedersachsen hat der Norddeutsche Rundfunk zudem ein eigenes DVB-T gestartet. Wegen eines Kanalwechsels müssen auch die Nutzer rund um Frankfurt am Montag einen neuen Sendersuchlauf starten, da sonst einige Programme nicht mehr empfangen werden könnten.

          Weitere Themen

          Die Rückkehr der Großraumdisko

          Centralstation in Darmstadt : Die Rückkehr der Großraumdisko

          Eine Partyreihe in der Darmstädter Centralstation erinnert an einen der größten Tanztempel der Neunziger: die Techno-Disko „Paramount Park“ in Rödermark. Auch vom Computerbildschirm aus kann man mitfeiern.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.