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Blaulicht in Rhein-Main : Maskenverweigerer attackiert Frauen – Feiernde flüchten in Sauna

  • Aktualisiert am

Feuerwehr im Einsatz: Die Löscharbeiten in Maintal waren erst um kurz vor Mitternacht beendet (Symbolbild) Bild: dpa

Partygäste sind in Ginsheim-Gustavsburg auf der Flucht vor der Polizei in eine Sauna geflüchtet. In einem Zug hat ein Maskenverweigerer Frauen und Polizisten attackiert. Und in Frankfurt schocken Schüsse aus einer Schreckschusspistole.

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          Gießen  Während einer Zugfahrt von Frankfurt nach Gießen hat ein Mann zwei Frauen wüst attackiert. Nach Angaben der Bundespolizei vom Mittwoch hatten die 24 und 28 Jahre alten Frauen den Fahrgast kritisiert, weil er nicht wie vorgeschrieben eine Mund-Nase-Bedeckung im Zug getragen habe. Daraufhin soll er der älteren Reisenden ins Gesicht gespuckt und die jüngere Frau körperlich angegriffen haben.

          Als Bundespolizisten den 30 Jahre alten Mann nach seiner Ankunft in Gießen mit in das Revier der Bundespolizei genommen hatten, sei er auf zwei Beamte losgegangen. Ein Polizist habe dabei leichte Verletzungen erlitten. Schließlich sei der Mann am Dienstagabend überwältigt und gefesselt worden. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung in die Wege geleitet. Der Mann, der bei der Behörde bekannt ist, kam später wieder auf freien Fuß.

          Ginsheim-Gustavsburg Mehrere Gäste eines Hotelbesitzers in Ginsheim-Gustavsburg haben sich nach einer unerlaubten Feier vergeblich vor der Polizei versteckt. Wie das Präsidium in Südhessen am Mittwoch mitteilte, hatten die Beamten einen Hinweis erhalten, wonach mehrere Menschen laut gefeiert hätten. Die Polizisten trafen in einem abgetrennten Bereich des Hotels schließlich auf 15 Personen, die sich unter anderem im Bad, auf dem Dach und hinter einer Sauna versteckt hielten.

          Als die Beamten am Dienstagabend auch teilweise verschlossene Räume betraten, hätten drei Personen Widerstand geleistet. Die Beamten hätten zwei Türen gewaltsam geöffnet. Schließlich verließen die 15 Frauen und Männer die Privaträume des Hotels, hieß es. Sie müssen mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die aktuelle Corona-Verordnung rechnen. Gegen drei Personen wurden Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung gestellt.

          Frankfurt. Ein 32-Jähriger soll an einer U-Bahnstation in Frankfurt Schüsse aus einer Schreckschusspistole abgegeben haben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatten Zeugen die Behörden über die Schüsse informiert. In diesem Zusammenhang sei auch die Rede von eine Personengruppe gewesen, die in eine U-Bahn einstiegen sei. Diese Gruppe - bestehend aus fünf Männern - hätten die Beamten aufgespürt und kontrolliert. Dabei hätten sie bei dem 32 Jahre alten mutmaßlichen Schützen nicht nur eine Schreckschusspistole entdeckt, sondern auch 80 Knallkartuschen und etwa fünf Gramm Marihuana.

          Die Beamten ermitteln nun wegen Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz gegen ihn. Bei einem 44 Jahre alten Mann aus der Gruppe fanden die Polizisten am Dienstagabend ebenfalls Knallkartuschen. Weil er wegen verschiedener Delikte schon in der Vergangenheit auffällig geworden war, gilt für ihn ein Besitz- und Erwerbsverbot von Waffen beziehungsweise von Munition, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Er müsse sich daher nun ebenfalls vor den Behörden verantworten.

          Maintal. Bei einem Brand in einem ehemaligen Autohaus in Maintal im Main-Kinzig-Kreis ist ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro entstanden. Wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch sagte, fingen am Dienstagabend 700 Plastikstühle Feuer.

          Ein Mensch wurde demnach leicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich um Brandstiftung handeln. Die Kriminalpolizei ermittelt. „Hessenschau.de“ hatte zuvor berichtet.

          Das teilweise leerstehende Gebäude, das sich in einem Industriegebiet befindet, wurde nach Angaben der Polizei von mehreren Firmen genutzt. Ersten Schätzungen der Feuerwehr zufolge entstand am Gebäude ein Schaden von 50.000 Euro, die Stühle seien vom Besitzer auf einen Wert von etwa 25.000 Euro geschätzt worden. Die Löscharbeiten waren demnach um kurz vor Mitternacht beendet.

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