https://www.faz.net/-gzg-a1670

Umgang mit Alltagsrassismus : Die Stimme aus dem Off

Dialog und mehr gemeinsames Lernen: Mario Belón Valdivia kämpft gegen Alltagsrassismus. Bild: Diana Cabrera Rojas

Als Kind peruanischer Einwanderer hat Mario Belón Valdivia erlebt, wie sich Ausgrenzung anfühlt. Er findet, dass die Debatte um Alltagsrassismus zu einseitig geführt werde – und macht gleich mehrere Vorschläge.

          4 Min.

          Mit seiner Wikinger-Stimme verdient er Geld. Und mit ihr spricht er, wenn er Menschen überzeugen will. Wikinger-Typen kommen gut an. Das hat er schon früh in seinem Leben gelernt. Im Wikinger-Modus spricht er tiefer, als er es normalerweise tun würde, versucht, größer, breiter und auch ein bisschen blonder zu klingen, als er eigentlich ist.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Mario Belón Valdivia hat lernen müssen, dass ein Wikinger-Typ mehr Chancen hat, gehört zu werden, als ein schmächtiger, mittelgroßer Sohn peruanischer Einwanderer. So hat er sich die Wikinger-Stimme unbewusst antrainiert – und nutzt sie heute beruflich. Valdivia ist professioneller Sprecher, synchronisiert Filme, Serien und Computerspiele, spricht Werbetexte und schult Menschen darin, ihre Stimme gezielt einzusetzen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+