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Darmstadt : Mangel an Handwerkern bremst Straßenbahnen aus

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Ausgebremst: Der Heag in Darmstadt mangelt es an Elektrikern und Mechanikern Bild: Wolfgang Eilmes

Der Fachkräftemangel zeigt sich an vielen Stellen in der Wirtschaft wie im öffentlichen Dienst. So mangelt es der Bahn AG an Lokführern und in Darmstadt an Elektrikern und Mechanikern. Das hat Folgen für das Angebot.

          Der Fachkräftemangel wirkt sich auf den öffentlichen Personennahverkehr in Darmstadt aus. So können momentan viele Triebwagen wegen des fehlenden Personals nicht gewartet oder repariert werden. Wie eine Sprecherin des Verkehrsunternehmens Heag Mobilo am Mittwoch sagte, fehlen vor allem Elektrotechniker und Industriemechaniker. In diesen beiden Bereichen seien bei dem Verkehrsunternehmen momentan neun Stellen unbesetzt.

          „Hinzu kommt, dass momentan ungewöhnlich viele Straßenbahnen gewartet oder repariert werden müssen“, fügte die Heag-Sprecherin hinzu. So seien aktuell 37 von normalerweise im Durchschnitt 41 Triebwagen täglich im Einsatz. Insgesamt gebe es bei dem Darmstädter Verkehrsunternehmen 48 Triebwagen und 30 Beiwagen. Der Engpass könne trotz Einbindung externer Werkstätten nicht beseitigt werden. Folgen hat diese Entwicklung auch für die Fahrgäste.

          „Fachkräftemangel trifft uns nicht alleine“

          So wird etwa die Straßenbahnlinie 1 tagsüber zunächst nicht mehr befahren. Fahrgäste könnten auf andere Linien ausweichen. Die Situation soll drei Monate andauern. „Der Fachkräftemangel trifft uns nicht alleine, doch als Verkehrsunternehmen stehen wir in Darmstadt mit wirtschaftsstarken Unternehmen in Konkurrenz, die ihren Beschäftigten deutlich höhere Löhne zahlen können“, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung.

          Nicht nur der Fachkräftemangel macht dem Verkehrsunternehmen zu schaffen. Auch Unfälle mit Autos hatten in den vergangenen Wochen Darmstädter Straßenbahnen außer Gefecht gesetzt. Im Anschluss gab es Lieferengpässe bei Ersatzteilen, hieß es Mitte Dezember von Heag Mobilo. Auch in Frankfurt gab es jüngst einen Engpass. So reaktivierte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im Dezember ausrangierte Straßenbahnen, um alle Linien zu bedienen. Die Stadt hatte zuvor das Linien-Angebot ausgeweitet.

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