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Familienfestival : Open Ohr ohne Zeltplatz

So voll wie beim Open-Ohr-Auftritt der Band RasgaRasga im Mai 2019 wird es in diesem Jahr wohl nicht werden. Bild: Lucas Bäuml

Nach einem pandemiebedingten Notprogramm 2020 möchten die Veranstalter des Mainzer Open-Ohr-Festivals in diesem Jahr wieder loslegen. Auf Zeltplätze müssen die Besucher verzichten. Die Zahl der Tickets wird insgesamt begrenzt.

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          Ein Familienfestival ist das „Open Ohr“ schon lange. Denn viele von denen, die seit 1975 die Pfingstwochenenden mit Musik, Theater, Lesungen und Diskussionen in der Mainzer Zitadelle verbracht haben, treffen dort mittlerweile auf ihre Kinder, wenn nicht gar ihre Enkel. Diesmal soll es bei der viertägigen Veranstaltung unter der Überschrift „Lasst uns bunte Banden bilden!“ allerdings explizit darum gehen, was eine Familie ausmacht und verbindet, wie sie prägt und begleitet, warum sie auch zur Last werden kann und weshalb andere Lebensgemeinschaften in der Gesellschaft meist doch nicht die gleiche Anerkennung genießen.

          Markus Schug

          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Dass die 47. Ausgabe des Jugend- und Kulturfestivals, das für den 21. bis 24. Mai vorbereitet wird, überhaupt stattfinden soll, scheint den Mitgliedern der für das Programm verantwortlichen freien Projektgruppe dagegen kaum eine Erwähnung wert. Obwohl es wegen der Corona-Pandemie schon im vergangenen Jahr eine Absage geben musste und den „Ohr“-Anhängern damals nur am Pfingstmontag ein mehrstündiges Notprogramm aus der Mombacher Halle 45 per Livestream geboten werden konnte.

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          Keine Zeltplätze oder Verkaufsstände

          Diesmal will man zwar auf die gerade bei jüngeren Besuchern beliebten Zeltplätze verzichten und auch keine Verkaufsstände auf dem Festungsgelände zulassen. Die Freiluftveranstaltung an sich soll jedoch mit „gewohnt anspruchsvollem inhaltlichen und künstlerischen Programm“ über die Bühne gehen – aber vor deutlich weniger Publikum. Die Zahl der Tickets – zuletzt kamen bis zu 10000 Besucher an den vier Tagen in die Zitadelle – werde begrenzt sein, ließ die Projektgruppe in einer Pressemitteilung wissen und auch, dass man zusammen mit der Stadt, die unter anderem für die notwendige Infrastruktur auf dem Festivalgelände sorgt und eine Ausfallbürgschaft übernimmt, am passenden Sicherheits- und Hygienekonzept arbeite.

          Künstler und Musiker hatten bis Anfang Januar Zeit, sich für einen Auftritt beim nichtkommerziellen und offiziell vom städtischen Jugendamt getragenen „Open Ohr“ zu bewerben. Was dabei herausgekommen ist, wird üblicherweise erst im Frühjahr verraten, wenn das Programm steht. Im März des vergangenen Jahres wurde das Festival unter dem Eindruck von Corona und dem ersten Lockdown allerdings komplett abgesagt.

           

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