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Stadt investiert : Mainz will zehn neue Kindertagesstätten schaffen

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Nagelneue Spiellandschaft: Diese Kita ist vor kurzem am Frankfurter Riedberg eröffnet worden, auch in Mainz sollen neue Plätze entstehen. Bild: Wolfgang Eilmes

Zehntausend neue Einwohner in nur fünf Jahren: Die Stadt muss angesichts ihres Wachstums in die Kinderbetreuung investieren. Jetzt hat der Sozialdezernent einen Plan vorgelegt.

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          Bis 2019 benötigt die Stadt Mainz 1127 neue Plätze zur Betreuung von Kindern. Das ist die Kernaussage des neuen Kindertagesstättenbedarfsplans, den Sozialdezernent Kurt Merkator (SPD) am Mittwoch vorgelegt hat. Um das Ziel zu erreichen, sollen in den nächsten vier Jahr zehn neue Kindertagesstätten entstehen, davon sechs Krippen. Zudem sind für acht bestehende Einrichtungen Ersatzneubauten geplant. Zudem will man viele vorhandene Kindergärten umbauen beziehungsweise erweitern.

          Mit dem weiteren Ausbau der Betreuungskapazität reagiert die Stadt auf zwei Entwicklungen: So wird Mainz auch in Zukunft an Einwohnern zulegen. „Wir wachsen weiter“, sagte Merkator. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass sich die Zahl der Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bis zum Jahr 2019 um rund zehn Prozent erhöht. Allein in den vergangenen fünf Jahren gewann Mainz 10.000 Einwohner.

          Jedes zweite Kind über einem Jahr soll Platz finden

          Die Stadtverwaltung hat außerdem beobachtet, dass die Elternnachfrage nach Betreuungsplätzen die Prognosen zum Teil übersteigt. Das ist wichtig, da es Rechtsansprüche auf Betreuungsplätze gibt. Auf Basis einer Elternumfrage und der tatsächlichen Nachfrage arbeitet die Kommune nun mit neuen Ausbauzielen: So soll künftig für 55 Prozent der ein Jahr alten Kinder ein Platz zur Verfügung stehen, bislang hatte man mit 40 Prozent kalkuliert.

          Für die Zweijährigen steigt das Ausbauziel von 70 auf 80 Prozent. Für Kinder, die jünger als ein Jahr sind, bleibt mit einem Wert von elf Prozent alles beim Alten. Für die Drei- bis Sechsjährigen ist die Quote nach wie vor 100 Prozent, sprich: Für alle Kinder dieser Altersgruppe soll es einen Kindergartenplatz geben.

          118 Kindertagesstätten gibt es

          Laut Stadtverwaltung will man bis 2019 rund 85 neue Betreuungsplätze für Mädchen und Jungen im ersten Lebensjahr schaffen, 250 für Einjährige, 390 für Zweijährige und 310 für die Drei- bis Sechsjährigen. Derzeit existieren in Mainz rund 8500 Betreuungsplätze für Kinder von acht Wochen bis zum 14. Lebensjahr, angeboten etwa von Krippen, Kindergärten und Elterninitiativen. 118 Kindertagesstätten gibt es derzeit in der Stadt, davon 52 in kommunaler Trägerschaft. Die übrigen haben freie Träger.

          Was die zehn neuen Kindertagesstätten angeht, will die Stadt mit den Freien über eine Übernahme der Trägerschaft sprechen; habe man keinen Erfolg, werde die Kommune selbst bauen und die Trägerschaft übernehmen, sagte Thomas Hauf, der in der Stadtverwaltung die Abteilung Kindertagesstätten leitet. Man kalkuliere grob mit 22 Millionen Euro, die die Stadt in die Hand nehmen müsse, hieß es. Nicht enthalten seien darin die Kosten für die Grundstücke.

          Zwei der neuen Kitas sollen in der Neustadt entstehen, jeweils eine ist für die Stadtteile Altstadt, Bretzenheim, Finthen, Gonsenheim, Hartenberg/Münchfeld, Hechtsheim, Marienborn und Weisenau geplant. Ersatzneubauten soll es in der Altstadt sowie in Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Hartenberg/Münchfeld, Neustadt, Weisenau und auf dem Lerchenberg geben. Merkator erinnerte daran, dass man mit der Kita Hopfengarten gestern die vorerst letzte einer ganzen Reihe neuer Kindertagesstätten eröffnet habe. „Nun steht die nächste Serie an“, sagte er mit Blick auf den neuen Bedarfsplan.

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