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Mainz, Speyer und Worms : Welterbestätte im Wartestand

Zeugnis der Vergangenheit: Schon um 1000 fanden in Mainz die ersten jüdischen Begräbnisse statt. (Archivbild) Bild: dpa

Die Mainzer hoffen schon lange darauf, auf die UNESCO-Welterbestätte-Liste zu gelangen. Am Dienstag wird über die gemeinsame Bewerbung der drei Schum-Städte Mainz, Speyer und Worms entschieden.

          3 Min.

          Rund um die Darmstädter Mathildenhöhe darf schon seit Samstag gefeiert werden. Dort ist gelungen, worauf die Mainzer schon lange hoffen: auf die UNESCO-Welterbestätte-Liste zu gelangen. Mehr als 1100 Kultur- und Naturstätten aus 167 Ländern sind dort bis dato vermerkt. Seit Mitte des Monats beschäftigt sich das für die Ernennung zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, das offiziell in der chinesischen Stadt Fuzhou tagt, tatsächlich aber vor allem online arbeitet, mit vielen Kandidaten, die sich um den begehrten Titel bemühen. Weil die Tagung im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, müssen sich die Welterbe-Wächter diesmal mit deutlich mehr Anträgen als üblich beschäftigen.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Geht alles nach Plan, wird am Dienstag über die gemeinsame Bewerbung der drei Schum-Städte Mainz, Speyer und Worms entschieden, die darauf hoffen dürfen, es als früher bedeutende Zentren der jüdischen Kultur am Rhein gleichfalls auf die lange Liste der Ausgezeichneten zu schaffen. Schum ist ein Akronym: Abgeleitet aus den mittelalterlichen hebräischen Anfangsbuchstaben Schin (Sch), Waw (U) und Mem (M) steht das Kurzwort bis heute für die drei Städte Schpira, Warmaisa und Magenza – also für Speyer, Worms und Mainz. Sie waren seit dem 11. Jahrhundert als Zentren des aschkenasischen, sprich des mittel-, ost- und nordeuropäischen Judentums eng miteinander verwoben.

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