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Mainz : Rheingoldhalle öffnet sich zur Stadt

Reichliche Verwendung des Baustoffs Glas: die Rheingoldhalle Bild: F.A.Z. - Marcus Kaufhold

Nach ihrer Erweiterung öffnet sich die Rheingoldhalle in Mainz auch zur Stadt hin. Tausende Bürger besichtigten bei einem Tag der offenen Tür den neuen Gutenbergsaal.

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          Die Mainzer haben einen ersten Eindruck von der erweiterten Rheingoldhalle gewonnen. Mehrere tausend Menschen nutzten am Samstag den Tag der offenen Tür, um sich den neuen Gutenbergsaal und die dazugehörigen Foyers anzuschauen. Am Abend zuvor hatten rund 450 Gäste an einer feierlichen Eröffnung mit dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters teilgenommen.

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit dem rund 15 Millionen teuren Erweiterungsbau hat die Halle nicht nur einen neuen Saal mit mehr als 1300 Plätzen gewonnen. Das Erscheinungsbild des ganzen Ensembles am Jockel-Fuchs-Platz hat sich verändert. So öffnet sich die bisher nur dem Rhein zugewandte Halle mit dem neuen Westfoyer auch zur Stadt hin. Besucher gelangen nicht mehr über die Straße oder das Rheinufer, sondern über den neuen Eingang am Rathaus-Plateau in die Halle.

          Tiefgarage wird ausgebaut

          In den nächsten Jahren, wenn die Tiefgarage ausgebaut wird, soll überdies eine breite Treppe entstehen, die den Platz mit dem Rheinufer verbindet. Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) lobte bei der Eröffnung die Leistung des Architektenbüros Dissing und Weitling. Die Dänen, die zusammen mit Arne Jacobsen schon für den Bau des Rathauses verantwortlich waren, seien ein „Glücksgriff nicht nur für das Kongresszentrum, sondern auch für einen exponierten Platz im Stadtbild von Mainz“. Überdies dankte Beutel dem Land Rheinland-Pfalz, das neun Millionen Euro zu den Baukosten beigesteuert hat.

          Einblick und Ausblick

          Die Federführung bei dem Erweiterungsbau hatte Baudezernent Norbert Schüler (CDU) inne. Er dankte den Mitarbeitern der Verwaltung und der Mainzer Aufbaugesellschaft, die dafür gesorgt hätten, daß das Bauvorhaben in der vorgesehenen Zeit und ohne Kostenüberschreitungen verwirklicht worden sei. Veranstaltungs- und Parkhausbetrieb seien trotz der Bauarbeiten reibungslos weitergelaufen.

          „Top Ten“ der deutschen Kongressstädte

          Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer (FDP) verwies auf die zunehmende Konkurrenz im Kongresswesen. So werde in Wiesbaden, Darmstadt oder Mannheim ebenfalls in Tagungsorte investiert. Er zeigte sich aber überzeugt, dass sich Mainz mit der erweiterten Rheingoldhalle unter den „Top Ten“ der deutschen Kongressstädte behaupten werde. Davon profitierten nicht zuletzt die heimische Gastronomie, Hotellerie und Wirtschaft.

          Veranstaltungs- und Kongresskunden haben am 26. Januar die Möglichkeit, den in markantem Rot gehaltenen Gutenbergsaal kennenzulernen. Dann will die Betreiberin, die stadteigene Congress Centrum Mainz GmbH, mit einer „Grand Opening Gala“ für die neuen technischen und räumlichen Möglichkeiten werben. Die erste große Bewährungsprobe steht der erweiterten Rheingoldhalle am nächsten Wochenende mit der Hochzeitsmesse Rhein-Main bevor. Dann werden mehr als 5000 Besucher erwartet, die sich über Waren und Dienstleistungen rund ums Heiraten informieren wollen.

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