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Großer Schaden angerichtet : Polizei ermittelt wegen Brandstiftung in Rheingoldhalle

  • Aktualisiert am

Feuer in der Rheingoldhalle: Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Bild: dpa

Die Rheinstraße in Mainz ist gesperrt worden, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz: Ein Feuer hat die Rheingoldhalle schwer beschädigt. Folgen werden auch am Freitag zu spüren sein.

          Ein Feuer hat im Mainzer Veranstaltungs- und Kongresszentrum Rheingoldhalle großen Schaden angerichtet. Der Brand entstand nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr am Donnerstagmorgen in der Dachkonstruktion des Gebäudes mitten in der Innenstadt. Die Polizei geht von einem Schaden von zumindest mehreren hunderttausend Euro aus. Verletzt wurde niemand. Etwa 100 Feuerwehrkräfte aus Mainz und Wiesbaden sind im Einsatz. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

          Die Brandbekämpfer sind bei ihrer offenbar gut voran gekommen. In einem Tweet der Polizei Mainz vom frühen Nachmittag heißt es, die anfangs gegebene Empfehlung, Türen und Fenster wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten, gelte nicht mehr. „Die Rauchentwicklung hat sich soweit reduziert, dass dies nicht mehr erforderlich ist.“

          Rheinstraße weiter voll gesperrt

          Gegen Abend twitterte die Polizei, die Theodor-Heuss-Brücke sei frei befahrbar, die Rheinstraße bleibe aber voll gesperrt; Gleiches gelte für das Parkhaus Rathaus am Freitag.

          Teile des Dachaufbaus der Halle, die derzeit saniert wird, seien bei dem Brand eingestürzt, sagte Polizeisprecher Rinaldo Roberto. Stadtsprecher Marc-André Glöckner sagte, die Feuerwehr versuche mit einer Spezialsäge das Dach zu öffnen, um an den Brandherd heranzukommen. Das Feuer war auch mehrere Stunden nach Ausbruch noch nicht gelöscht.

          „Das ist ein Stück von Mainz, das brennt“

          Die Rheinstraße, eine zentrale Verkehrsachse in der Mainzer Innenstadt, musste komplett gesperrt werden, was für Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr sorgte. „Mainz hat komplett gestanden“, sagte Polizeisprecher Roberto. Die Verkehrsbehinderungen hätten sich auch auf die Autobahnen 60 (Bingen-Rüsselsheim) und 643 (Wiesbaden-Mainz) ausgewirkt. Die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden war eingeschränkt befahrbar.

          Ersten Ermittlungen zufolge war ein Schwelbrand die Ursache möglicherweise sei dieser bei den Bauarbeiten an der Rheingoldhalle entstanden, sagte Polizeisprecher Roberto. Die Halle wird seit Ende 2018 saniert. Die genaue Ursache stehe aber noch nicht fest. Die Brandstelle im Dach sei gegen 6.20 Uhr bemerkt worden, vorher sei aber bereits Rauch wahrgenommen worden. Dieser breitete sich dann großflächig aus. Ein angrenzendes Hotel sei teilweise evakuiert worden, berichtete die Feuerwehr.

          Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) zeigte sich am Unglücksort betroffen. „Das ist ein Stück von Mainz, das brennt“, sagte er. Es tue weh die Halle in Brand zu sehen. Sie sei mit ihrer „schönen und reichen Geschichte“ eng mit der Stadt verbunden. In der Rheingoldhalle finden unter anderem viele traditionelle Fastnachtssitzungen statt.

          Der große Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle war zuletzt wegen Umbaus geschlossen. Die Bauarbeiten sollten bis November dieses Jahres dauern. Das Land hatte einen Zuschuss von mehr als 4,68 Millionen Wegen verschärfter Brandschutzauflagen war der große Kongresssaal, in dem ursprünglich bis zu 3000 Besucher Platz fanden, zuletzt nur noch für 2400 Personen zugelassen.

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