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Main-Taunus-Kreis : Regionalbahn im Fokus

  • -Aktualisiert am

Hoffen auf eine höhere Frequentierung nach Frankfurt: Die Regionalbahn 12 wird vor allem von Pendlern genutzt. Bild: Diana Cabrera Rojas

Die Vorschläge des Nahverkehrplans treffen beim Main-Taunus-Verkehrsverbund auf offene Ohren. Vor allem die Zukunft der Regionalbahn 12 steht im Fokus – denn Pendler erleben in ihr täglich unzumutbare Zustände.

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          Mit vielen der rund 2500 Vorschläge, die an den Rhein-Main-Verkehrsverbund im Zuge des Nahverkehrsplans 2030 herangetragen wurden, können sich die Verantwortlichen bei Main-Taunus-Verkehrsverbund (MTV) und im Landratsamt anfreunden: Dass die Wallauer Spange wie gewünscht zweispurig bis 2026 in Angriff genommen werde, eine Station auf Wallauer Gemarkung erfolgen soll, wird als großer Erfolg im kleinsten Flächenkreis Deutschlands gewertet. Gleiches gilt für die Fortführung Regionaltangente West, soweit sie die nördliche Trassenführung betrifft.

          Besonderes Augenmerk aber legen die Verantwortlichen im Main-Taunus-Kreis auf die Zukunft der Regionalbahn 12 zwischen Königstein und dem Frankfurter Hauptbahnhof. Hier gab es zuletzt den meisten Ärger. Denn die Pendler aus Königstein, Kelkheim, Liederbach und Höchst, die nach Frankfurt zur Arbeit fahren, erleben dort täglich unzumutbare Zustände. Sitzplätze in den Bahnen zu ergattern, gleicht zur Stoßzeit einem Sechser im Lotto. Sogar in der ersten Klasse müssen die Reisenden meistens eng an eng stehen – gerade in Corona-Zeiten eine nicht gerade rosige Aussicht. Die Bürgermeister entlang der Trasse sehen sich schon lange mit einer Beschwerdeflut konfrontiert, haben in gemeinsamen Aktionen schon mehrfach zum Ortstermin an die Strecke geladen, damit sich Pressevertreter selbst ein Bild machen konnten.

          Für die RB 12 sind eine höhere Taktzahl der Züge und der Einsatz von neuen Fahrzeugen daher dringend erforderlich. Zumindest in absehbarer Zeit ist nach dem neuen Nahverkehrsplan eine leichte Verbesserung in Sicht: 2022 werden endlich die umweltschonenden Züge mit Wasserstoffbetrieb angeschafft, die auch mehr Personen befördern können. Zudem hofft der Verkehrsdezernent Johannes Baron auf ein positives Ergebnis der in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zum teilweise zweigleisigen Ausbau, der endlich eine viertelstündige Taktung statt des bisherigen 30-Minuten-Rhythmus auf der Strecke erlauben würde. Vielen wäre gedient, wenn dies bis zur Hälfte des Jahrzehnts gelänge.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

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