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Kreis wird selbst tätig : Direkter Draht zum schnellen Internet

Bisher größtes Infrastrukturprojekt im Main-Kinzig-Kreis: Private Haushalte sollen eine direkte Verbindung erhalten. Bild: dpa

Mitten in Deutschland vermissen zahlreiche Haushalte immer noch schnelles Internet. Das soll sich nun ändern. Privathaushalte bekommen vom Main-Kinzig-Kreis die Gelegenheit, sich unentgeltlich an das Glasfasernetz anschließen zu lassen.

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          Rund 183 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren unter der Regie der kreiseigenen Breitbandgesellschaft in den Ausbau des Glasfasernetzes im Main-Kinzig-Kreis investiert werden. Dabei handelt es sich nach Kreisangaben um das bisher größte Infrastrukturprojekt des Main-Kinzig-Kreises. Der Schwerpunkt soll beim Anschluss der privaten Haushalte liegen, die eine direkte Verbindung erhalten sollen. Nach Angaben von Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Kreisbeigeordnetem Winfried Ottmann (CDU) rechnet der Kreis damit, den größten Teil der Investition über Zuschüsse zu erhalten. Die Rede ist von einer Förderung von 50 Prozent durch den Bund und 40 Prozent durch das Land Hessen.

          Luise Glaser-Lotz

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.

          Mit dem Projekt werde ein neues Kapitel in der Geschichte der Digitalisierung des Main-Kinzig-Kreises aufgeschlagen, teilt die Kreisspitze mit. Nach den Berechnungen der Breitband Main-Kinzig GmbH gehören von insgesamt 120.000 Gebäuden im Main-Kinzig-Kreis rund 66.000 zur Zielgruppe. Die Gesellschaft geht davon aus, dass kommerzielle Anbieter sich auf die Erschließung von lukrativen Gebieten konzentrieren und rund 30.000 Gebäude nicht erreicht werden. Ziel des Kreises sei es, überall die Möglichkeit eines direkten Zugangs zu schnelleren Bandbreiten zu ermöglichen.

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