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Main-Kinzig-Kreis : Der Landrat wird auch Wirtschaftsförderer

Thorsten Stolz (SPD) ist als Landrat für die Finanzen des Main-Kinzig-Kreises zuständig. Bild: Junker, Patrick

Im Main-Kinzig-Kreis hat Thorsten Stolz die Aufgaben im Kreisausschuss neu verteilt – und sein Dezernat damit gestärkt. Neu einführen will er ein eigenständiges Referat für Beteiligungsmanagement.

          Die Wirtschaft wird im Main-Kinzig-Kreis wieder zur Chefsache. Wenige Tage nach seiner Amtsübernahme hat der neue Landrat Thorsten Stolz (SPD) in Gelnhausen die geänderte Verteilung der Dezernatszuschnitte bekanntgegeben. Danach wird er die Verantwortung für das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Kultur, Sport und Ehrenamt übernehmen. Dieses Amt war bisher dem Dezernat 2 in der Zuständigkeit der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (SPD) zugeordnet, die laut Stolz mit der neuen Regelung einverstanden ist.

          Luise Glaser-Lotz

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.

          Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes sowie der enge Kontakt zu den Vereinen, Verbänden und den ehrenamtlich Tätigen stellten für ihn wichtige Kernthemen dar, sagte Stolz bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz des Kreisausschusses. Neu einführen will der Landrat ein eigenständiges Referat für Beteiligungsmanagement. Der Zuschnitt der weiteren Dezernate soll unverändert bleiben.

          Stolz: Nachfolger von Erich Pipa (SPD)

          Kreisbeigeordneter Matthias Zach (Die Grünen), dessen Amtszeit am 30. Oktober ausläuft, wird bis dahin wie bisher mit den Themen Jugend, Gesundheit, Schulverwaltung, Veterinärwesen und Verbraucherschutz betraut sein. Außerdem steht er unter anderem an der Spitze des Eigenbetriebes Jugend- und Freizeiteinrichtungen, der Main-Kinzig-Gas GmbH und des Zentrums für Kinder, Jugend und Familie.

          Simmler ist weiterhin zuständig für die Aufgabenfelder Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum sowie Sicherheit, Ordnung, Migration und Integration. Sie ist zudem nach wie vor verantwortlich für das Kommunale Center für Arbeit, die Beschäftigungsgesellschaft AQA, die Alten- und Pflegezentren, die Kreissparkasse Schlüchtern, die Abfallwirtschaft, die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH mit der Volkshochschule, den Naturpark Hessischer Spessart und die neue Tourismusgesellschaft des Kreises.

          Landrat Stolz übernimmt in der Nachfolge von Erich Pipa (SPD) mit dem Dezernat 1 die verwaltungsinternen Gebiete Personal, Planung und Organisation, Finanzen, Elektronische Datenverarbeitung sowie das Rechtsamt und das Amt für Prüfung und Revision. Außerdem gehören in seine Verantwortung das Gefahrenabwehrzentrum, die Bauaufsicht, die Kommunalaufsicht und die Referate Sitzungsdienste und Partnerschaften sowie Presse und Information. Als Aufsichtsratsvorsitzender steht er an vorderster Stelle bei den Kreiswerken Main-Kinzig, den Main-Kinzig-Kliniken und der Breitbandgesellschaft. Er ist zudem Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Gelnhausen und im Vorstand der Sparkasse Hanau.

          Weiterer Ausbau an den Klinikstandorten Gelnhausen und Schlüchtern

          Die drei Mitglieder des hauptamtlichen Kreisausschusses hätten sich darauf verständigt, dass die bisherigen Strukturen der Kreisverwaltung sinnvoll und erfolgreich gewesen seien, so Stolz. Deshalb sollten die künftigen Aufgaben in der bewährten Formation erledigt werden. Priorität geben will der neue Landrat in den nächsten beiden Jahren den Finanzen. Fortgeführt werden sollten die Haushaltskonsolidierung und der Abbau der Kassenkredite. Für den Herbst kündigte Stolz in seiner Eigenschaft als Finanzdezernent die Einbringung des Doppelhaushalts für die Jahre 2018 und 2019 in den Kreistag an.

          Vorgenommen hat er sich zudem den weiteren Ausbau der medizinischen und pflegerischen Versorgung an den Klinikstandorten Gelnhausen und Schlüchtern. Außerdem sollen zwei zusätzliche Pflegestützpunkte zur Beratung von Angehörigen in Hanau und Schlüchtern entstehen. Als weiteres Vorhaben nannte er die Einführung eines Stipendiums des Kreises für Medizinstudenten, die später eine Hausarztpraxis im Kreisgebiet übernehmen wollen. Vorrangig sind für ihn auch der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur von der Verwirklichung der Nordmainischen S-Bahn über die Kapazitätserweiterung der Niddertalbahn und den Ausbau der A 3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Hanau sowie der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hanau und Gelnhausen.

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          Für den Kreisausschuss sollen laut Stolz die Investitionen in Schule, Bildung und Schulkinderbetreuung auch in den nächsten Jahren einen politischen Schwerpunkt darstellen. Fortsetzen will Stolz die Kreisinitiative zur Schaffung und Förderung von günstigem Wohnraum in Kooperation mit den Kommunen. Intensiv unterstützen wolle er die ehrenamtlich tätigen Bürger in Organisationen, Vereinen und Kirchen.

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