https://www.faz.net/-gzg-9j5t3

LKW-Waage bei Kassel : Besserer Verkehr auf Autobahn 44

  • Aktualisiert am

Umgeleitet: Mit einer LKW-Waage wird entschieden, wer hier fahren darf. Bild: dpa

Vier Millionen Euro kosten Installation und Betrieb der LKW-Waage auf der Autobahn 44 bei Kassel. Nach ersten Angaben der Straßenverwaltung könnte sich das gelohnt haben.

          Zwei Wochen nach der Inbetriebnahme einer Lkw-Waage auf der Autobahn 44 bei Kassel hat sich die Verkehrssituation dort laut Hessen Mobil gebessert. Es hielten sich mehr Lastwagen an das Fahrverbot für Schwerverkehr als in den ersten Tagen, sagte eine Sprecherin der Straßenverwaltung. „Die jetzige Verkehrsführung hat zu einem erheblichen Rückgang der Verstöße verholfen und somit die Lage vor Ort entspannt.“ Nach mehreren schweren Unfällen hatte Hessen Mobil die rechte Fahrspur Richtung Osten automatisch auf eine Umleitung gelenkt.

          Die marode Bergshäuser Brücke wird verstärkt. Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht oder 2,20 Metern Breite dürfen sie Richtung A7 nicht befahren. Die Lkw-Waage meldet Verstöße, die Fahrzeuge werden dann aus dem fließenden Verkehr herausgezogen. Doch immer wieder waren Transporter an einer Fahrbahnverschwenkung auf Betontrennwände aufgefahren. „Seit der Inbetriebnahme der Wiegeanlage am 11. Januar 2019 haben sich insgesamt vier Unfälle ereignet, in deren Folge eine Vollsperrung erforderlich wurde“, sagte die Sprecherin.

          Wie viele Lastwagen bisher das Fahrverbot missachtet haben, ist unklar: „Eine Gesamtzahl der Verstöße lässt sich nur schwer angeben“, erklärte die Sprecherin. Jedoch sei die Anzahl nach den ersten Tagen deutlich zurückgegangen und dabei insbesondere der Anteil der Lkw über 7,5 Tonnen. Die Waage vor der Brücke wird bis April bleiben. Installation und Betrieb kosten vier Millionen Euro.

          Weitere Themen

          Strahlender Becher

          Gefährlicher Flohmarktkauf : Strahlender Becher

          Eine Frau hat auf einem Flohmarkt in Wehrheim ein radioaktives Gefäß erstanden. Jetzt warnt das Regierungspräsidium Darmstadt vor sogenannten Radiumbechern.

          Achtung, freilaufende Bullen! Video-Seite öffnen

          Die Hatz in Pamplona beginnt : Achtung, freilaufende Bullen!

          Am ersten Tag der Stierhatz in Pamplona haben sich nach Angaben eines Krankenhauses mindestens fünf Menschen verletzt. Das Rote Kreuz berichtete von einer Person, die durchbohrt wurde. Schon seit Jahren gelten die Spiele als umstritten bis heikel.

          Topmeldungen

          Wahl von der Leyens : Eine pragmatische Lösung

          Das Europäische Parlament ist über seinen Schatten gesprungen und vermeidet mit der Wahl von der Leyens den Machtkampf mit dem Europäischen Rat. Der Erfolg der CDU-Politikerin sichert auch das Überleben der großen Koalition – fürs Erste.
          Umtriebiger Minister: Jens Spahn

          Bundesgesundheitsminister : Jens Spahn demonstriert seine Macht

          Ist das der große Kehraus vor einem möglichen Wechsel ins Verteidigungsministerium? Der Gesundheitsminister bringt am Mittwoch drei Gesetzentwürfe ins Kabinett ein – und will auf die Schnelle noch zwei Behörden fusionieren.

          FAZ Plus Artikel: Merkel in Sachsen : Aus Liebe zum Land

          Merkel besucht Sachsen in schwierigen Zeiten: Laut Prognosen könnte die AfD in vielen Wahlkreisen an den Christdemokraten vorbeiziehen. Für die CDU geht es im Freistaat um ihr politisches Überleben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.